Kill Ritual

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Thrash Metal erfährt derzeit einen großen Aufschwung und neue wie alte Bands tummeln sich Frisch, fromm, fröhlich, frei im Mosh Pit. Kill Ritual fiebern zwar gerade erst dem Release ihres Debüts entgegen und doch haben wir es bei der Band mit altgedienten Veteranen der Bay Area Szene zu tun: Steve Rice griff schon bei Imagika in die Saiten. In derselben Band verdrosch Wayne DeVecchi die Felle. Danyael Williams betiente den Tieftöner bei den legendären Dark Angel, während Gitarrist Roberto Proietti bei Eldritch die Gitarre verwöhnte. Seit unserem letzten Gespräch ist nun einiges Wasser die Innerste hinuter gelaufen, so dass es Zeit wurde bei Steve anzuklopfen und nach einem Update zu verlangen.

 

Steve, ihr habt gerade einen Plattenvertrag unterzeichnet. Die Tinte ist zwar noch nicht trocken, aber wir brauchen natürlich Details.

 

Ja, wir haben einen Vertrag bei Scarlet Records unterzeichnet und werden dort unser Debüt veröffentlichen. Als weltweites VÖ-Datum wurde der 30. Oktober festgelegt. Das Label hat einen super Vertrieb und es dürfte für diejenigen, die noch CDs kaufen recht einfach sein die Scheibe zu bekommen.

 

Allerdings wart ihr ja nun einige Zeit auf der Suche nach der richtigen Firma. Erstaunlich, vor allem da man bedenkt, dass ihr eine wirklich starke Auswahl an Songs präsentieren konntet.

 

Hmmmmm, das war ein bisschen problematisch. Tatsächlich hatten wir 3-4 Angebote die wir abgelehnt haben. Sie hätten nicht zu unseren Vorstellungen gepasst. Einige der Labels die ein Angebot hätten machen sollen, haben es nicht getan und wir wollten sicherstellen, dass wir die bestmöglichen Vertriebsmöglichkeiten usw. bekommen – vor allem da es hier um unser Debüt geht. Scarlet stellten sich schließlich als die beste Wahl zum jetzigen Zeitpunkt dar. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Scheibe gut ankommen wird, da wir durch unsere alten Bands bereits eine Fanbase haben.

 

Ihr arbeitet ja mit einem deutschen Management zusammen. Hat sich die Zusammenarbeit mit Axel und Rock’N’Growl für euch ausgezahlt?

 

Absolut. Axel und Rock’N’Growl repräsentieren die Band sehr gut und sie haben durchgehalten und die Band nicht nach 2-3 Monaten abgeschrieben, als sich nicht sofort etwas getan hatte. Es ist heute wirklich schwierig, da es diese ganzen Projektbands gibt und die Verkäufe rückläufig sind. Es dauert also alles seine Zeit.

 

Mittlerweile habt ihr zumindest an eurem Ruf als Liveband gearbeitet und einige Shows in der Bay Area gespielt. Hat euch das als Band noch stärker gemacht?

 

Definitiv! Daher einige der Bandmitglieder bis zu 6 Stunden von der Bay Area entfernt leben, können wir nicht sehr oft proben. Wenn wir uns dann auf Gigs vorbereiten und im Proberaum zusammen sind, dann kracht es dafür richtig. Ich schiebe das mal auf die Chemie und die Professionalität. Wir kommen immer gut vorbereitet in den Proberaum, da wir auf der Bühne immer großartig sein wollen und zudem auch einen Ruf zu verlieren haben.

 

Entsprechend hoch dürften auch die Erwartungen der Fans sein. Was gibt es denn für Plänne im Kill Ritual Lager? Was steht nach dem Release an?

 

Na ja, auf jeden Fall mehr shows. Wir werden auf jeden Fall versuchen, das Release durch eine Tour zu unterstützen. Im Moment stellen wir Daten zusammen und sehen uns nach einer Agentur um. Europa wird natürlich im Zentrum stehen. Es wird auf die eine oder andere Weise passieren, so viel ist sicher. Wir sind heiß darauf on the road zu gehen und so viele Shows wie möglich zu spielen.

 

Ihr habt ja auch bereits ein Video abgedreht. Welchen Song habt ihr da genommen und wo wird es zu sehen sein?

 

Wir haben ein Video für “Old School Thrasher” gedreht, da dies die erste Single ist und ein großartiger Song, um den Fans die Musik vorzustellen. Das Video ist einfach ein straighter Headbanger ohne irgendwelchen Qutasch und es sieht fabelhaft aus. Mike Sloat, der bereits für Machine Head, Testament, Lynyrd Skynyrd usw. gearbeitet hat, hat das Ding gefilmt, directed und geschnitten. Das Ergebnis ist wirklich cool. Das Video wird zum Albumrelease erscheinen und überall zu sehen sein.

 

Ihr arbeitet außerdem gerade an einer neuen website www.killritual.com. Im Moment gibt es dort zwar noch nichts zu sehen, doch das wird sich bald ändern…

 

Es wird dort alle wichtigen Infos geben: Kontakte, Touren, Merch usw. Jobert Mello, der Typ der auch unser Logo entworfen und unsere CD designt hat, wird unsere Website gestalten. Er hat bereits Sachen für Primal Fear, Sabaton usw. gemacht. Es wird auf jeden Fall bad ass aussehen wenn alles fertig ist.

 

Eure Scheibe erscheint zu einem Moment in dem die Thrashszene im Aufwind ist und viele neue und alte Bands Alben veröffentlichen. Was ist denn deine favorisierte Thrash/US Power Metal Band im Moment?

 

Meine Lieblingsband ist Kill Ritual!!! Ha! Ernsthaft, obwohl die neue Testament wirklich gut klingt, wie auch die letzte Overkill. Ich freue mich wirklich auf die neue Sanctuary – die ersten beiden CDs habe ich geliebt. Ich bin kein großer Anthrax Fan, aber deren letztes Album war ein Monster. Großartige Songs und Joey klingt hervorragend. Ich denke, dass es großartig sein wird wenn unsere CD erscheint, da wir offensichtlich diese Thrash Wurzeln haben, aber dennoch ganz anders klingen als die typischen Thrash Bands. Unsere Sachen sind etwas mehr NWOBHM und man hört die Inspiration durch Classic Metal und Hard Rock, der dann allerdings auf der 7Saitigen gespielt wird. Aufgrund des Gefühls und der Produktion würde ich unsere Musik fast als Thrash And Roll bezeichnen, jedenfalls fällt mir keine bessere Bezeichnung ein.

 

Auch wenn ihr bislang nur in den USA gespielt habt und wahrscheinlich weniger Reaktionen aus Europa habt: wo wird die Scheibe denn besser aufgenommen werden?

 

Momenttan würde ich auf Europa tippen, da Europa eine tiefere, gebildetere Fangemeinde hat. Zwar gibt es in Amerika auch viele Fans die sich gut auskennen, vor allem in der Bay Area, aber wir sprechen über die Punks der YouTube, Xbox Generation hier in den USA. Ich müsste also schon ein Nackentattoo und einen Tunnel machen lassen und skinny Jeans tragen, damit wir von den Leuten nicht übersehen werden. Aber ehrlich, wer will einen alten Sack in einem Pierce The Veil oder Suicide Silence Shirt mit albernen Tattoos und einer Mütze sehen? Nein danke. Allein die Tatsache, dass ich die Namen dieser Bands kenne, klingt irgendwie dumm.

 

Lass uns nochmal kurz über deine Ausstattung sprechen. Im Video benutzt du eine Gibson Flying V, aber du spielst auch viele andere Marken. Worauf legst du bei einer Gitarre wert?

 

Sie müssen cool aussehen und cool klingen, in Stimmung bleiben und sich gut spielen lassen. Diese Dinge sind mir normalerweise wichtig. Ich war mal Dean Endorser, aber da ich nicht mehr auf ihrer Liste stehe, war es Zeit weiterzusuchen. HA! Ich liebe Dean Gitarren, aber eigentlich spiele ich alles, was sich gut anfühlt. Ich habe mehr als 30 Gitarren, da die gute und günstige Ware aus Korea und China leicht zu haben ist. Auf dem Album habe ich Gibson, Fender, Dean und B.C.Rich gespielt. Meine Lieblingsgitarre ist eine KXK 7 String in Purple, da sie von Kopf bis Fuß perfekt für mich ist. Im Video spiele ich die Gibson, da sie cool aussieht und gut klingt. Ich spiele sie gerne live. Letztlich geht es für mich immer mehr um den Amp als um die Gitarre. Solange ich einen Mesa Dual Recto oder einen Orange Rockerverb habe, bin ich bereit.

 

Ich weiß, dass du kein großer Hair Metal Fan bist. Hast du dennoch „Rock of Ages“ gesehen? Falls ja, wie fandst du ihn?

 

Nö, hab ihn nicht gesehen und nö, mag ihn nicht! Der einzige Hair Metal, den ich mochte waren die ersten Mötley Crüe und Ratt Alben, aber damals waren sie noch nicht wirklich Hair Metal. Großartige Alben. Oh, und die erste WASP sollte man nicht vergessen. Sehr cool!

 

So weit, so gut. Steve, hab Dank für die Antworten. Bis zum nächsten Mal!

 

Nope thank you brother! Metal On!



 

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