Malpractice
Triangular


Spinefarm, Mai. 2008


   
   
    meisterhaft
   
   
    fabelhaft
   
   
    schleierhaft
   
   
    laienhaft
   
    lachhaft
    Einzelhaft
    Eines schon mal vorweg: Das finnische Label SPINEFARM RECORDS ist der Startplatz für viele einheimische Bands, die später für höhere Aufgaben bestimmt sind. Leider klingen viele Bands auch sehr ähnlich. Malpractice gehören zum Glück nicht dazu. Eigentlich gibt es die Band schon seit 1994. So richtig losgelegt haben sie aber erst 2004. 2005 wurde das erste Album „Deviation from the flow“ bei Spinefarm veröffentlicht. 2008 folgt nun das zweite Album „Triangular“. Es gibt sicherlich hier und da die typischen Speedeinlagen oder Thrash-Elemente á la Children of Bodom oder Sonata Arctica, aber ansonsten klingen die Songs eher extrem rockig nach 80er-Jahre Metal. Somit ist auch der Gesang durchweg „normal“ und nicht „Death-Thrash-Black-lastig“. Sänger Aleksi Parviainen erinnert mich sehr an Andi B. Frank von BRAINSTORM. Technisch sind die Jungs wie alle Bands aus Finnland absolut top, was sie bei einigen Passagen, die in „Dream Theater-Gefilde“ abdriften (Titelsong „Triangular“) unter Beweis stellen. Wer sechs Monate im Kühlschrank bei Dunkelheit lebt und dann einen kurzen „Sommer“ von vielleicht zwei Monaten hat, hat auch genügend Zeit, zu üben und gute Songs zu schreiben. Obwohl auf Triangular „nur“ 8 Songs sind, hat das Album eine Gesamtspielzeit von über 50 Minuten. Wie steht es doch so schön im Info: …man könnte meinen, Queensryche trifft Megadeth trifft Dream Theater… Da ist was dran! Wer auf Prog und melodischen Metal steht, der mit vielen Verzierungen und einer melodischen Stimme veredelt wurde, sollte sich diese Scheibe unbedingt reinziehen.
| Burkhard Becker  | 15.05.2008  


Malpractice
Deviation From The Flow


spinefarm/ soulfood, Mar. 2006


   
   
    meisterhaft
   
   
    fabelhaft
   
   
    schleierhaft
   
   
    laienhaft
   
    lachhaft
    Einzelhaft
    Malpractice kommen aus Finnland, begannen Anfang der 90er mal als waschechte Thrasher, haben sich aber nach diversen Line-Up-Wechseln dazu entschlossen Prog Metal zu spielen. Und das tun sie auf ihrem Debut auf höchst eingängige und einzigartige Weise. Der sehr melodische Gesang hebt sich angenehm von LaBrie-Kopierern ab und die Mucke ist ganz klar Metal, hat aber gottlob wenig von moderneren Dream Theater, sondern vermag eigene Akzente zu setzen. Keyboards gibt es sehr wenige, dafür massig doppelstimmige Gitarren ala good old Maiden. Trotzdem ist die Mucke eher verzwickt als straight. Aber auf ertragbare Weise. Hier stehen noch Songs im Vordergrund und nicht nur Angeberei. Reinhören lohnt sich also in jedem Fall für Progger und aufgeschlossene Metalheads und zwar hier: "Assembly Line", "Colours In Between" und "Divided". Für mich ein klarer Geheimtipp!
| Bernd Wäsche  | 15.03.2006