Bloodstrike – Execution of Violence

CD Reviews, Bloodstrike – Execution of Violence

Mit dem Demo “Necrobirth” wurde die Karriere der US-Amerikaner BLOODSTRIKE 2014 begonnen. Nur drei Jahre später steht mit „Execution of Violence“ bereits der zweite Longplayer in den Regalen.

 

Schaut man mal in der Encyclopaedia Metallum nach, so wird einem dort unter „Similar Artists“ folgendes angezeigt: „No similar artist has been recommended yet.“ Ganz so einzigartig sind die Herren um Frontfrau Holly dann aber doch nicht. Die Band aus Colorado hat sich mit Haut und Haaren dem traditionellen amerikanischen Death Metal verschrieben. Dabei sind in den Songs, die sich jenseits stumpfer Grindcore Prügeleien bewegen, durchaus auch Thrash Metal Einflüsse zu hören. Und auch wenn die Vergleiche hinken mögen und man wohl auch (noch) in unterschiedlichen Liegen spielt, so dürften die in Denver ansässigen Musiker doch mit Bands wie PESTILENCE, DEVASTATION, DEATH oder OBITUARY vertraut sein. Es verwundert auch nicht, dass die Band die Dienste von Altmeister Dan Swanö für das Mastering in Anspruch genommen hat.

Mit treibenden Riffs, gelungenen Tempiwechseln und brutalenen Grunzern arbeiten sich BLOODSTRIKE durch die zehn Songs ihres neuen Albums „Execution of Violence“ und Sängerin Holly erinnert dabei an Sänger wie Chuck Schuldiner oder Caro von der Hildesheimer Kultband COCKROACHES. Am Ende kommt hier ein richtiges hörenswertes und bodenständiges Death Metal Album der alten Schule heraus. Zwar fehlen den Songs womöglich die ganz großen Alleinstellungsmerkmale, doch für eine angenehme Zeitreise in die Hochzeit des Death Metal reicht das Album allemal. Wem die ganze Experimentierfreude auf die Nerven geht und wer nach einem gradlinigen, aber nicht langweiligen Old School Death Metal Album sucht, der dürfte an „Execution of Violence“ seine Freude finden! Also , da wurden mir schon deutlich schlechtere Bands als Offenbarung verkauft. Mir gefallen BLOODSTRIKE!