Dead Earth Politics - The Queen of Steel

CD Reviews, Dead Earth Politics - The Queen of Steel

“Howdy Cowboy!” – Wer möchte nicht gerne mit den Engeln an einem Himmelsgleichen Platz tanzen? Wo dieser paradisische Ort ist? Texas natürlich, zumindest wenn man den Worten der Country Band LITTLE TEXAS glauben darf. Demgegenüber scheinen mir DEAD EARTH POLITICS dann aber doch eher mit dem Teufel im Bunde zu sein, dabei kommen sie doch auch aus Texas.

 

Nach einer EP („Mark the Resistance”, 2008) und einem Album („The Weight of Poseidon”, 2010) wird nun mit Hochdruck an einem neuen Album gewerkelt. Damit in der zwischen Zeit nicht alle Fans in die lokalen Honkey Tonks abwandern, schieben die Amis mal schnell eine weitere EP mit drei Songs nach. Die Cowboys wurden mit Bands wie LAMB OF GOD, PANTERA und IRON MAIDEN verglichen und konnten 2012 einen Preis als Austins beste Metal Band einheimsen.

Mit „Redneck Dragonslayer“ werden die Jungs dem oben genannten Stilmischmasch sogar gerecht, denn der Song verbindet moderne Metal Elemente á la STUCK MOJO oder LAMB OF GOD mit melodiösen Metalpassagen traditioneller Bands aber auch solcher Acts wie DARKSEED und schließlich – heute nennt man es wohl – Deathcore Aspekten der Marke BEYOND THE EMBRACE. Und was soll ich sagen, sie machen ihre Sache richtig gut. Man stelle sich mal solche Acts wie AM I BLOOD (die übrigens noch aktiv sind…) mit etwas härteren Passagen und dem ein oder anderen Growl vor – et voila, schon wissen wir wie DEAD EARTH POLITICS klingen.

„The Queen of Steel“ führt den eingeschlagenen Weg weiter und Sänger Ven Scott kann durch seinen variablen Gesangsstil überzeugen: von Grunt über den Growl, den wütenden Shout und kraftvolle cleane Vocals ist alles im Angebot. „Madness of a Wanderer“ fällt für meinen Geschmack zwar etwas ab, aber das ist eigentlich nur mein persönlicher Geschmack, weil gerade der Opener bei mir schneller zünden.

DEAD EARTH POLITICS hinterlassen mit ihrer neuen EP „The Queen of Steel“ verbrannte Erde und dürften in ihrer texanischen Heimat ordentlich Staub aufwirbeln – und das nicht nur, weil Texas eine große Wüste hat. Mit ihrem Stil zelebrieren DEAD EARTH POLITICS die Art von kraftvollem Metal der Tradition und Moderne gekonnt vermischt ohne dabei zu sehr auf Verkaufszahlen und Marketingabteilungen der Plattenfirmen zu schielen. War mal sehr angesagt, doch wie so oft zeigt sich erst nach dem Trend welche Bands wirklich Potential haben. DEAD EARTH POLITICS gehören definitiv dazu. In diesem Sinne: God Bless Texas – aber vor allem wegen seiner Metal Bands!

Und wenn ihr wollt, dann könnt ihr die EP sogar kostenlos auf der Webiste der Band, sie sich allerdings über Spenden freut, downloaden.