Rattenfänger - Epistolae Obscurorum Virorum

CD Reviews, Rattenfänger - Epistolae Obscurorum Virorum

Authentischer, bodenständiger old-school Death Metal aus der Heimat der Klitschkobrüder: Da gibt es nicht nur musikalisch gewaltig etwas auf die Ohren, sondern auch auf die Fr....!
 

Wer bei der Band RATTENFÄNGER an eine deutsche oder sogar niedersächsische Herkunft denkt, der liegt hier vollkommen falsch. Denn RATTENFÄNGER kommen tief aus dem Osten, nämlich aus der Ukraine, und haben sich voll und ganz dem „Old-School-Death-Metal“ verschrieben.
Hinter  dem Projekt verbergen sich Musiker, die schon umfangreiche Erfahrungen bei Szenegrößen wie OLD SILVER KEY, BLOOD OF KINGU oder DARK AGES sammeln konnten.
Auf ihrem Debutalbum Epistolae Obscurorum Virorum bieten RATTENFÄNGER einen überaus düsteren und bisweilen doomigen Death-Metal-Sound, der sehr gut als bodenständig und authentisch zu bezeichnen ist. Ein gesundes Maß an Aggressivität und Brutalität bricht sich unter höllischen Gitarrenriffs, unter vereinzelten melodischen Hintergrundnuancen, unter dem infernalen Gegrowle und unter den abwechslungsreichen Drum-Tempi (von verlangsamt bis double-bassig) seine Bahn.
So erschaffen RATTENFÄNGER ein durchaus eigenständiges Klangerlebnis, auch wenn Vergleiche mit Szenegrößen wie CELTIC FROST, die frühen DARKTHRONE oder ASPHYX an manchen Stellen naheliegen.
Der Name ist natürlich der Rattenfängersage entlehnt. Der Rattenfänger war ein junger Mann in grünen Strumpfhosen und grünem Obergewand, der es mit dem Blasen seiner Flöte verstand, die Stadt Hameln von einer Rattenplage zu befreien. Als der Stadtrat ihm den versprochenen Lohn nicht zahlen wollte, „hypnotisierte“ er mit seiner Flöte die Hamelner Jugend und führte sie aus der Stadt.
Die Texte sind auf Latein im Stile mittelalterlicher Baden, Dichter und Troubadoure verfasst. Letzteres würde erklären, warum es vereinzelt um das Latein der Songtitel schlecht bestellt ist.