Feral - Where Dead Dreams Dwell

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FERAL scheinen musikalische Patrioten zu sein. Klingt der Death Metal der Schweden doch sehr landestypisch.

FERAL spielen nach eigener Aussage old school Death Metal. Das stimmt im Groben schon, die Schweden verweigern sich aber nicht jeglichem Fortschritt. Und old school Death Metal hatte ja auch in Schweden mehrere Facetten.
Zu Beginn der Szene wurde der Platz vertont, an dem kein Leben zu finden war. In den 24 Jahren nach UNLEASHEDs Debüt scheint es Leben gegeben zu haben, von dem aber laut FERAL nur noch tote Träume übrig sind. Wie dem auch sei, mit der aktuellen Truppe von Johnny Hedlund hat das vorliegende Album auch wenig zu tun, es klingt eher nach seiner ersten Band NIHILIST. Das bedeutet, dass es eher punkigen Mid-Tempo Death Metal ohne Galopp-Einlagen gibt. Dann  und wann, wie beim Rausschmeißer, zieht das Quartett die Geschwindigkeit auch an. Bei ´Carving The Blood Eagle´ zeigt die Band, dass sie auch ein Herz für den Thrash hat, erinnert das Drumming nicht nur zu Beginn doch stark an SODOMs ´Ausgebombt´.
Und auch bei ´Overwhelmed´ klingt die Band nicht nach den Anfangstagen des Genres. Der tampfende Beat erinnert eher an ´Wolverine Blues´ als ´Left Hand Path´. Ähnliche Anleihen an neuere ENTOMBED Songs finden sich immer wieder. Das alles ist aber nicht negativ gemeint. Gerade durch den dezenten stilistischen Wildwuchs verhindern FERAL es, nach stumpfer Blaupause zu klingen. Die Meilensteine des Genres sind eh nicht zu toppen.
Die Songs auf ´Where Dead Dreams Dwell´ sind in der Regel kompakt gehalten, lediglich bei ´Creatures Among The Coffins´ gibt es zu viele Wiederholungen, das langweilt dann mit der Zeit etwas. Der Track hätte eine Minute kürzer gehalten werden sollen.

Unterm Strich aber bleibt ein solides fett produziertes grooviges Death Metal Album schwedischer Bauart ohne große Innovation, aber die wollten FERAL wohl auch gar nicht.