Grand Massive: Gdansk - A Tribute To Danzig

CD Reviews, Grand Massive: Gdansk - A Tribute To Danzig

Die Jungs von Grand Massive haben mit Unterstützung so einiger Gastmusiker/innen einige Songs von DANZIG beziehungsweise den MISFITS und SAMHAIN neu eingespielt. Dass sie sich und olle Glenn damit einen Gefallen getan haben wage ich zu bezweifeln.

Als Kollege Zwingelberg mich gefragt hat, ob ich Lust habe ein Review zu einem Danzig Tribut zu schreiben, habe ich ehrlich gesagt etwas anderes erwartet. Die Jungs von GRAND MASSIVE haben sich partielle Unterstützung ins Studio geholt, es sind nicht mehrere Bands vertreten. Ich erspare euch mal das nervige Namedropping - es geht ja um die Musik. Erwähnenswert wäre nur die Beteiligung von Danny Marianino gewesen – das hat nicht geklappt.
Zweifelsohne hat Danzig mit seinen Solofrühwerken und als Sänger der MISFITS und SAMHAIN großartige, innovative Alben herausgebracht. An die Qualität der Originale reicht keine der Coverversionen heran. Die DANZIG Cover  orientieren sich sehr am Original und bieten mir nichts Neues. Im Gegenteil, gerade die Soli sind sicher sauber gespielt, passen aber lange nicht so gut zu den Tracks wie die Originale.
´Let The Day Begin´ und vor allem ´Death Comes Ripping´ sind viel langsamer als die Originale, was den Songs aber nur den Zug nimmt, ohne ihnen eine neue Facette hinzuzufügen. ´Skulls´ zocken die Jungs dann als Akustikversion, ohne Atmosphäre zu kreieren. Der Song rauscht vorbei. Dass ein DANZIG Song in spartanischem Gewand durchaus überzeugen kann hat Johnny Cash eindrucksvoll mit seiner Interpretation von´Thirteen´ belegt.
Das Beste an dieser Scheibe ist das Cover, das den DANZIG und MISFIT Skull gekonnt vereint.

Als Farbtupfer auf einem Festival kann dieses Experiment sicher ganz nett sein, auf Scheibe halte ich es für komplett überflüssig.

Tracklist

1. 777
2. Death Comes Ripping
3. Kiss Of Steel
4. Am I Demon
5. Let The Day Begin
6. Mother
7. She
8. Skulls