Kiske - Somerville - Kiske - Somerville

CD Reviews, Kiske - Somerville - Kiske - Somerville

  • Erstellt am: Sonntag, 10 Oktober 2010
  • Label: Frontiers
  • V.Ö.: 10 Oktober 2010
  • Bewertung: Kiske - Somerville - Kiske - Somerville
  • Redakteur: Thorsten Zwingelberg

ex-Kürbiskopf Michael Kiske ist in meinen Augen nach wie vor einer der besten Sänger die wir in Deutschland haben. Um so ärgerlicher, dass er sich so ziemlich aus dem Metalgeschäft herausgezogen hat.

Das letzte Lebenszeichen war das Place Vendome Album, welches zwar nicht schecht, aber doch auch mitunter poppig war. Nun haben Frontiers Records eine Zusammenarbeit mit der amerikanischen Sängerin Amanda Somerville vermittelt und Mat Sinner (Sinner, Primal Fear) hat sich im Wesentlichen ums Songwriting und die Produktion gekümmert, was dem ganzen den kantigen Schliff gegeben haben dürfte.
Das Album ist sicherlich kein Album im Stile einer Power Metal Band o.ä. geworden, jedoch dürften Anhänger melodischer und z.T. auch leicht epischer Metalsongs mit poppigen Elementen an Kiske - Somerville gefallen finden. Mit Songs wie "If I Had a Wish" wird es dann aber auch durchaus mal schneller und "Arise" kann mit kernigen Riffs punkten. "Rain" hat einen hittauglichen Refrain vorzuweisen und "Devil in her Heart" startet mit fast traditionellem Riffing der Marke Rainbow, Brazen Abbot & Co. Ihr seht also, für Abwechslung ist durchaus gesorgt - zusammengehalten wird alles von den überragenden Stimmen des Gesangsduos.
Kein Album, das Geschichte schreiben wird - zumindest nicht in der Metalgeschichte, aber das gut genug ist, um mit leichter Melancholie und guten Stimmen den Alltag zu versüßen.