Overtures - Entering the Maze

CD Reviews, Overtures - Entering the Maze

Was fällt einem zu Italien außer Pizza, Römern und Berlusconi ein? Richtig: Melodic Metal. Dabei geht es gerne um neo-barocke Hochgeschwindigkeitsbands wie RHAPSODY oder Siren wie VISION DEVINE.

 

OVERTURES setzen weder auf Lichtgeschwindigkeit, noch auf zu plastischen Hochfrequenzmetal. Vielmehr scheint man sich an traditionellen Power Metal Bands zu orientieren, so dass letztlich eine sehr hörenswerte Mischung aus teutonischer Melodie á la EDGUY, schwedischer Rauheit á la TAD MOROSE (zu „Matters…“-Zeiten) und amerikanischer Härte á la KAMELOT und NEVERMORE herausgekommen ist. Natürlich werden die Italiener mit ihrem Stil keine Originalitätspreise gewinnen, aber darum geht es hier wohl auch kaum. Viel wichtiger ist doch, dass die 10 Songs wirklich originelle Umsetzungen bewährter Zutaten sind. Mit Songs wie „In the Middle of Nowhere“ oder „Programmed to Serve“ beweisen Michele Guaitoli, dass sie mit der Oberklasse der derzeitigen Melodic Power Metal Kapellen mithalten können. Neben eingängigen Riffs und schönen Leads überzeugen die Songs allesamt durch eingängige Gesangsmelodien. Für den absolut professionellen Sound sorgte Sascha Paeth, der in seinem Gate Studio in Wolfsburg bereits Bands wie EDGUY, KAMELOT oder EPICA den Sound poliert hat.

Kurz: OVERTURES liefern mit „Entering the Maze“ ein wirklich hörenswertes Melodic Power Metal Album ab, welches mit einer gehörigen Portion Herzblut und einem sicheren Händchen fürs Songwriting nicht hinter den Alben etablierter Acts zurückbleibt. Im Gegenteil!

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