Pagliacci Empire - I

CD Reviews, Pagliacci Empire - I

Musikalische Selbstbeschreibung: „Im Stile von Garbage, Die Mannequin und mit hörbaren Einflüssen von Mötley Crüe und Slash …“. Da darf dann wohl mit Recht von Crossover gesprochen werden, auch wenn dieses Genrelabel hier nicht als Indikator für Anleihen zu Bands wie „R.A.T.M.“, „Such A Surge“ & Co missverstanden werden sollte – beheimatet ist die Nachfolgeband der SeptimbearS nämlich klar im Hard Rock.


Am Mikrofon steht in diesem Fall eine Dame ihren Mann, was sich vor allem auch bei langsameren Stücken wie dem deutschsprachigen „Faust“ auszahlt. Bei „Infectious“ geht es dann etwas düsterer und kantiger zur Sache, während „Never Say Die“ ein gradliniger Powerrocker mit ordentlich Dampf unterm Kessel ist. „Whore“ schließlich verbindet traditionellenHard Rock mit modernerem amerikanischem Radiorock. Ähnlich einem Prologe fasst „Back on Track“ die musikalische Spannbreite der Band bereits schon zu Beginn des Albums zusammen.

Pagliacci Empire setzen sich auch mit ihrem aktuellen Projekt über Genrekonventionen hinweg und spielen die Musik, die ihnen Spaß macht. Fraglich bleibt, ob man damit den Musikmarkt erobern wird, aber das scheint mir auch nicht das Hauptanliegen des gemischten Fünfers zu sein. Auf „I“ geht es vielmehr um Unterhaltung und dieses Ziel wird zweifellos erreicht.