Pelagos - Revolve

CD Reviews, Pelagos - Revolve

PELAGOS sind Finnen und in der Promobeschreibung stand irgendwas von „post-industrial“, also schnappte ich mir die Scheibe um sie einer intensiveren Untersuchung zu unterziehen.

Leider kannte ich die inoffizielle Vorgängerband CIRCLE nicht, aus der sich drei der Mitglieder rekrutieren, sonst hätte ich vermutlich besser einschätzen können, was mich hier erwartet.

Das wichtigste vorweg: Metal ist hier nix. Die acht Songs habe ich mir hauptsächlich bei der täglichen Pendelei im Auto reingezogen, und dazu ist die Musik dann auch tatsächlich sehr gut geeignet.

Die sanften Töne, die relaxten Klangwelten und der beruhigende Gesang lassen jeden LKW und jede Vollsperrung in einem viel entspannteren Licht erscheinen, als es jedes Gute-Laune-Frühstücksradio je könnte. Andererseits habe ich die Musik direkt nach dem Parken und Aussteigen sofort wieder vergessen. Auch nach mehrmaligem Hören konnte ich nicht sagen, ob ich dieses oder jenes Stück tatsächlich schon einmal gehört hatte. Wenn die Band in einem Jahr die gleiche Scheibe noch einmal rausbringt, würde ich das vermutlich ohne nachzuschauen nicht merken.

Musikalisch passiert auf der Platte einfach zu wenig. Hier ein bisschen Percussion (manchmal auch nicht), da eine Menge laid-back Synthies, und ab und zu etwas Gesang. Teilweise kommen einem die späteren ANATHEMA oder ANTIMATTER in den Sinn. Sicher gut, um am Strand zu chillen und mal einen durchzuziehen, um dann schnell in das Reich der Träume zu entschlummern.

Ich kann mir gut vorstellen, dass ich die CD noch weiter auf langen Autofahrten einlegen werde, außerhalb brauche ich aber etwas mehr Action.

Line Up

Teemu Elo - Gitarre
Petri Hagner - Gesang
Janne Peltomäki - Drums
Mikko Rintala - Bass

Tracklist

1. Code

2. River (Proxima Centauri)

3. Island of Pelicans

4. Aphrodite's Shore

5. Invisible

6. Sea of Tranquility

7. Muted Stars

8. Embryo