Stargazery - Stars Aligned

CD Reviews, Stargazery - Stars Aligned

Da stehen selbst die Sterne in Reih und Glied, wenn STARGAZERY mit einem neuem Album um die Ecke kommen. Immerhin vier Jahre sind ins Land gegangen, seitdem die Band um ex-MSG Shouter Jari Tiura mit ihrem Debüt „Eye On The Sky“ begeistern konnte.

„Jester of Kings“ oder „Judah (The Lion)“ gehören bis heute zu den gerngehörten Songs auf meinem mp3 Player. Eine Tatsache, die bei der Fülle guter und grandioser Veröffentlichungen ja keine Selbstverständlichkeit ist. Die Finnen haben es 2011 jedoch geschafft eine gute Mischung aus düsterer Atmosphäre und fruchtigem Heavy Rock zu kreieren, der schnell an Größen wie RAINBOW, ASTRAL DOORS, AXEL RUDI PELL, z.T. an frühe NOCTURNAL RITES oder BLACK SABBATH (nicht nur aufgrund der „Headless Cross“ Version) erinnert.

Ich war auf den Nachfolger gespannt, doch ihr seht schon an der Tatsache, dass ich mich erst jetzt dazu aufraffen kann, das Review fertigzustellen, dass mich das Album zunächst nicht in erhoffter Weise umgehauen hat. Doch keine Angst: Am Stil der Band hat sich nichts geändert. Dies wird schon mit den ersten Riffs des Openers „Voodoo“ deutlich. Schwere Gitarren treffen auf wuchtige Keyboards, eine donnernde Rhythmussektion und die kraftvollen Melodien von Sänger Jari. Mittlerweile muss ich gestehen, dass „Voodoo“ ein durchaus gelungener Einstieg in das Zweitwerk der Finnen ist. Mit „Angel Of The Dawn“ geht es hardrockig weiter und „Missed The Train To Paradise“ dürfte bei allen ASTRAL DOORS Fans auf Begeisterung stoßen.

Wer hohe Geschwindigkeiten sucht, der wird hier nicht fündig werden. Stattdessen liefert der Fünfer mit Songs wie „Painted Into A Corner“ oder „Dim The Halo“ ausreichend Ohrwurmmaterial. Dass Heavy Metal auf den Blues zurückgeht wird spätestens bei „Hiding“ deutlich, wenn Jukka Jokikokko genüsslich seinen Viersaiter malträtiert und Marco Sneck sich die Finger wund orgelt – gekrönt wird das Ganze jedoch von einem fetten und sehr eingängigen Refrain. Mit „Warrior’s Inn“ wird es dann wieder etwas schneller, bevor man sich mit „Dark Lady“ eher Metal untypischen Rhythmen und Melodien zuwendet.

Mit „Stars Aligned“ liefern STARGAZERY abermals ein gutklassiges Heavy Rock Album ab, allerdings fehlen etwas die herausragenden Stücke des Debüts. Dennoch bekommen Freunde von RAINBOW oder ASTRAL DOORS auch auf „Stars Aligned“ die Vollbedienung!