The Offspring - Rise And Fall, Rage And Grace

CD Reviews, The Offspring - Rise And Fall, Rage And Grace

  • Erstellt am: Sonntag, 15 Juni 2008
  • Label: Columbia/SonyBMG
  • V.Ö.: 15 Juni 2008
  • Bewertung: The Offspring - Rise And Fall, Rage And Grace
  • Redakteur: Thorsten Zwingelberg

Fünf Jahre haben sich die Kalifornier um Bryan „Dexter“ Holland Zeit genommen, um den Nachfolger zu „Splinter“ einzuspielen.

Schnell fällt auf, dass die „Ska-Elemente“ gegenüber Alben wie „Americana“ weiter in den Hintergrund getreten sind und dass stattdessen kernige Punkrocker im Stile von „Ixnay on the Hombre“ die Überhand zurück gewonnen haben. Die Single „Hammerhead“ hatte schon die Hoffnungen auf eine starke Scheibe geweckt, jetzt galt es jedoch, diese Hoffnungen auch zu bestätigen. „Half-Truism“ macht sofort zu Beginn der Scheibe klar, dass die Jungs ihr Grundrezept nicht geändert haben. Warum sollten sie auch?
Bald wird auch klar, dass die Scheibe eine ausgeklügelte Mischung aus straighten Punknummern, radiotauglichen Poppunker (z.B. You`re gonna go far, boy“) und leider auch wenigen 0815 Alternativenummern ist (z.B. „Fix You“ oder „A lot like me“).
Doch die positiven Aspekte der Scheibe überwiegen deutlich: bereits erwähntes „Hammerhead“ gewinnt mit jedem Durchlauf an Güte und ist ein echter Abgehsong. „Takes Me Nowhere“ ist ebenfalls ein guter Punkrocker, ebenso wie „Nothingtown“. „Stuff is messed up“ gefällt durch die Rhythmik und der Titeltrack rundet eine insgesamt sehr hörenswerte Punkrockscheibe ab, auch wenn der Song vielleicht etwas an Green Day erinnert.
Zwar enthält „Rise and Fall“ keine Senkrechtstarterhits wie „Pretty Fly“, dafür eine ganze Reihe potentieller Hits mit Substanz, die sich sicher zu Evergreens im Liveprogramm der Band entwickeln werden.
Absoluter Höhepunkt in Sachen Arrangement, Melodie und Eingängigkeit ist sicherlich „Let’s hear it from Rock Bottom“, ein Song der einerseits oben erwähnte „Ska-Elemente“ aufgreift, andererseits durch SUM41 artige Melodien überzeugen kann – absolute Spitzenklasse!
So muss man der Combo attestieren, die 5 Jahre gut genutzt zu haben und ein insgesamt mehr als nur hörenswertes Skate-Punk-Album abgeliefert zu haben.