The Roxx - To Heaven With Hell

CD Reviews, The Roxx - To Heaven With Hell

Häufig werden einem ja wieder auferstandene Bands gleich als „Legenden“ verkauft. Dieser Versuchung widersteht die Plattenfirma von THE ROXX. Doch fehlender Legendenstatus heißt natürlich nicht gleich schlechte Platten. Das beweist „To Heaven With Hell“.

Dass sich die Müchener Combo 1984 gegründet hat, hört man allein schon an den vielen Einflüssen der New Wave Of Britsh Heavy Metal, die sich im Sound der Band finden. Sänger Bill Itch klingt doch tatsächlich nach einem jungen Rob Halford. Allerdings singt Herr Itch nur in mittleren Tonlagen und lässt die ganz hohen außen vor. Vom Songwriting her haben THE ROXX auch einiges zu bieten: Die Gitarrenriffs sind durchgehend hochklassig und wissen zu überzeugen. Erwähnenswert ist vor allem noch die Experimentierfreude der Band. Immer wieder hört man mal Streicher, wenn man eigentlich ein Gitarrensolo erwartet. „Goodies For My Tool“ wurde sogar mit einem Banjo aufgepeppt und musikalisch entfernt nach Volbeat. So viele Experimente gehen aber nicht immer gut. „Push Push Push“ ist etwas zu simpel geraten und die Frauenstimme in „She’s A Rainbow“ nervt einfach nur. Viele werden sicher auch „E Nomine“ als Sakral-Pop-Unfall herabwürdigen, mir gefällt die Nummer eigentlich ganz gut.

Doch genug gemeckert, dominiert wird das Album von guten Songs wie „Shampain“, „Dead Alive“ oder „A Lack Of Plan“ und das reicht zumindest, um von mir eine zweistellige Punktzahl abzugreifen.