• 27.10.2020/ Ein Porträt der Wehmut -  Ville-Veikko Laaksonen (ATLASES) im Interview

    27.10.2020/ Ein Porträt der Wehmut - Ville-Veikko Laaksonen (ATLASES) im Interview

    Interviews

    Es ist ja nichts Neues und vielleicht auch einfach ein Cliché, dass die Finnen einen Hang zur Melancholie besitzen. Zumindest für die modernen Post Metaller von ATLASES trifft das voll und ganz zu, zumal sie die Pfade, die Bands wie HANGING GARDEN schon vorbereitet haben, konsequent und überaus eigenständig weitergehen. Jetzt haben sie gerade ihren wirklich guten neuen Longplayer "Woe Portrait" veröffentlicht. Deswegen ist es umso schöner, dass Ville-Veikko Laaksonen, seines Zeichens treibende Kraft hinter ATLASES, uns unsere Fragen rund um das Album beantwortet hat.
    27.10.2020/ Ein Porträt der Wehmut - Ville-Veikko Laaksonen (ATLASES) im Interview
  • Bring Me The Horizon - Post Human: Survival Horror (EP)

    Bring Me The Horizon - Post Human: Survival Horror (EP)

    CD Reviews

    Irgendwann geht es nicht mehr weiter runter. Dann ist nämlich der Tiefpunkt erreicht. Dieses Ansinnen scheinen BRING ME THE HORIZON in eindrucksvoller Art und Weise verfolgt zu haben, wenn man sich die letzten beiden Longplayer der Briten anhört. Denn das eine Album hätte auch von einer Brit-Pop-Boyband stammen können, das andere bestand einfach aus irgendwelchen seltsamen Klangzusammenschitten.

    Bring Me The Horizon - Post Human: Survival Horror (EP)
  • Ein Trio mit Hingabe und Herzblut - HEADS FOR THE DEAD im Interview

    Ein Trio mit Hingabe und Herzblut - HEADS FOR THE DEAD im Interview

    Interviews

    Die Corona-Wellen schlagen hoch, gerade ist der Landkreis Hildesheim in die Oberliga aufgestiegen. Da kommt Death Metal mit gehörigem Gruselfaktor doch gerade recht. Und genau diese Art von Musik bietet das Trio von HEADS FOR THE DEAD. Am Mikro steht REVEL IN FLESH Shouter Ralf Hauber, während Jonny Pettersson (GOD FORSAKEN, WOMBBATH etc.) bislang für alle Instrumente zuständig war. Für das neue Album „Into The Red“ konnte man jedoch Drumlegende Ed Warbie (ex-GOREFEST, ex-HAIL OF BULLETS) gewinnen. Ralf nahm sich Zeit, um einige Fragen zu beantworten.
    Ein Trio mit Hingabe und Herzblut - HEADS FOR THE DEAD im Interview
  • Them – Return To Hemmersmoor

    Them – Return To Hemmersmoor

    CD Reviews

    Die Deutsch-Amerikanischen THEM, denen man anfangs gerne vorwarf eine KING DIAMND Kopie zu sein, lösen sich von diesen Vorwürfen. Und das durch eine ordentliche Portion Thrash Metal.
    Them – Return To Hemmersmoor
  • Demonical - World Domination

    Demonical - World Domination

    CD Reviews

    Mit „Chaos Manifesto“ haben die schwedischen Death Metaller von DEMONICAL die Latte wirklich hoch gelegt, mit „World Domination“ scheint man musikalisch aber wirklich die Weltherrschaft anstreben zu wollen.

    Demonical - World Domination
  • Brave The Cold - Scarcity

    Brave The Cold - Scarcity

    CD Reviews

    Ein Projekt von NAPALM DEATH und MEGADETH Muckern macht mich neugierig. Was Mitch Harris und Dirk Verbeuren eingespielt haben sollte eher NAPALM DEATH Jüngern gefallen.
    Brave The Cold - Scarcity
  • Unter der Decke mit Joey Vera - Interview mit ARMORED SAINT

    Unter der Decke mit Joey Vera - Interview mit ARMORED SAINT

    Interviews

    Der Kollege Börd hat es in seinem Review zur neuen Scheibe „Punching the Sky“ geschrieben: ARMORED SAINT hätten mehr Erfolg verdient und der neue Longplayer ist das perfekte Metal Album. Dementsprehend habe ich Basser Joey Vera ein paar Fragen zukommen lassen, die er mir in Rekordzeit beantwortete.
    Unter der Decke mit Joey Vera - Interview mit ARMORED SAINT
  • Daytime Stories und Nightmare Tales - Interview mit ATTICK DEMONS

    Daytime Stories und Nightmare Tales - Interview mit ATTICK DEMONS

    Interviews

    Die Portugiesen ATTICK DEMONS haben im September mit „Daytime Stories… Nightmare Tales“ ihr drittes Album vorgelegt. Dieses gilt ja aus irgendeinem Grund als wichtigstes „Make or Break“ Album, aber in dieser Hinsicht müssen sich die Jungs keine Sorgen machen, denn wenn man eines festhalten kann, dann, dass „Daytime Stories…“ die Vorgänger noch übertrifft. Grund genug also, um Basse Joao Clemente mit einigen Fragen auf den Pelz zu rücken.
    Daytime Stories und Nightmare Tales - Interview mit ATTICK DEMONS
  • Cobra Spell – Love Venom EP

    Cobra Spell – Love Venom EP

    CD Reviews

    Zurück in die 80er. Da bin ich natürlich sofort dabei. Abgesehen von Highlights wie „Die Schwarzwaldklinik“, „Ich heirate eine Familie“ oder „Ein Colt für alle Fälle“, war die Welt auch musikalisch noch in Ordnung. Dieses Lebensgefühl wollen COBRA SPELL mit ihrer Debüt-EP „Love Venom“ nun wiederbeleben.
    Cobra Spell – Love Venom EP


RUNRIG Live Album "THE LAST DANCE – FAREWELL CONCERT" kommt

runrigliveStirling City Park, Schottland:

Welche Kulisse! Hier, am so genannten „Tor zu den schottischen Highlands“, von schroffen Vulkanfelsen und sattgrünen Hügeln umgeben, offenbart sich das Herz Schottlands – stolz, gelassen und naturverbunden. Im Hintergrund die imposante Burg von Stirling, davor herrscht derweil seit zwei Wochen hektische Betriebsamkeit. Eine massive Freiluftbühne ist inmitten des Parks errichtet worden, der 25.000 Menschen Platz bietet. Die Hotels, Restaurants und Pubs der Stadt melden Andrang der Superlative. Seit Monaten ist kein Zimmer im Umkreis von 100km mehr zu erhalten, alle Flüge nach Glasgow oder Edinburgh ausgebucht. Ein Blick auf den Bühnenhintergrund verrät auch warum:

Runrig steht da unübersichtlich in Riesenlettern geschrieben!

RUNRIG – Schottland, ein Monolith gesetzt auf dem ältesten Stein dieser Erde.

Die wahrscheinlich erfolgreichste Celtic-Rockband aller Zeiten hat an diesem Wochenende, 17. und 18. August 2018, in ihre schottische Heimat zu den beiden wohl denkwürdigsten Konzerten ihrer 45-jährigen Band-Geschichte eingeladen. In der Rekordzeit von sechs Minuten waren alle Tickets für das letzte Konzert am 18. ausverkauft. Die Karten für das Zusatzkonzert am Tag zuvor gingen ebenfalls in Windeseile weg. Aus über 20 Ländern, aus Nord- und Südamerika, Neuseeland, dem Fernen Osten und natürlich aus ganz Europa sind Fans angereist, um mit den sechs Musikern „The Last Dance“ zu feiern. Allen, der Band, den Fans und auch den über tausend Helfern, die für reibungslosen Ablauf sorgen, ist bewusst, dass es natürlich in erster Linie um ein musikalisches Erlebnis der Sonderklasse geht. Aber diesmal geht es viel weiter, für die Band und ihre treuen Fans werden diese Tage zu einem emotionalen Tour de Force Ritt. Emotionale Erlebnisse kennt man bei Runrig, die gab es auf jeder Tour, bei fast jedem Konzert, aber mehrfach höchste Euphorie und tiefste Trauer innerhalb von Minuten lotet die Grenzen aus, dessen was ein Fan imstande ist in 3 Stunden zu erfahren. Beschreiben lässt sich dies nicht,

man kann es nur erleben. Die Band hatte bereits vor einiger Zeit ihren Rückzug verkündet. Und nach ausverkaufter Farewell-Tour durch Europa, sollen heute und morgen hier in dem historischen Stirling die definitiv allerletzten Runrig-Konzerte stattfinden. Die Taschentücher sind gepackt. Die Zeit des Abschieds ist gekommen. Aber eins wird bleiben – Die Erinnerung an einzigartige Songs einer fantastischen Live-Band, die an diesen beiden Abenden ein gigantisches musikalisches und emotionales Feuerwerk zündet. 


 

Und... Action!

Produziert durch Glasgow’s Video Game Spezialisten Blazing Griffin, kombiniert mit dem Talent von zwei langjährigen Runrig Fans  –  dem Video Regisseur Marcus Viner (Belladrum, Take That, Kylie Minogue, Rockness Festival) und Grierson und BAFTA Gewinner Jack Cocker (Rupert Everett: Born To Be Wilde; Richard Flanagan: Life After Death) haben die Highlander ihre beiden letzten Konzerte in feiner Audioqualität und gestochen scharfer HD-Videoqualität von insgesamt 30 Kameras als State of The Art Dokument aufzeichnen lassen !

Allen Fans, die keine der begehrten 50.000 Tickets für die beiden Abende ergattern konnten, und natürlich auch den Glücklichen, die dabei sein durften, widmen Runrig „The Last Dance - Farewell Concert“: Ein Souvenir, eine bleibende Erinnerung an zwei sehr besondere Shows. Ehrlich, wahrhaftig, ungekünstelt, so wie unzählige Musikliebhaber die Band kennen - und lieben lernten, ist Runrig noch einmal zu erleben. Der Regie ist es geglückt einem das unmittelbare Konzerterlebnis zu vermitteln, man wird Teil der Ereignisse, ähnlich der Rolling Stones Olé Olé Olé Konzert Documentation aus Kuba, die hier als Referenz angelegt wurde.

Gleich die ersten Akkorde des Openers „The Years We Shared“ markieren, dass keine Energie gespart, sondern gerockt wird. Runrig gehen bis an den Rand der Erschöpfung und wachsen im Verlauf des dreistündigen Konzerts über sich hinaus. Natürlich liegt etwas ganz Besonderes in der Luft, eine spezielle, fast spirituelle Atmosphäre, die das Open-Air-Areal in ein Meer aus manchmal widersprüchlichen Gefühlen taucht. Es wird gefeiert, es wird unisono gesungen, getanzt, gelacht und geweint. Runrig spielen den Soundtrack des Lebens für die anwesenden Fans. Im Herzen der Highlands, aus tiefer Überzeugung und direkt in die Herzen der Anwesenden. Natürlich wird auch daran erinnert, warum sich die Band seit jeher mit einem Alleinstellungsmerkmal schmücken darf. „Als wir mit Runrig begannen, waren wir als Dance-Band angetreten, die Gemeindesäle an der schottischen Westküste rauf und runter spielte“, erinnert sich Songwriter und Bassist Rory Macdonald. „In vielerlei Hinsicht waren diese Säle unsere Übungsgelände - wir haben dort viel für unsere Karriere gelernt. Zwei Dinge haben wir uns über die Jahre besonders bewahrt. Das eine ist, immer und überall unser Publikum wertzuschätzen. Und das zweite ist: Wir lieben es, Euch tanzen zu sehen."  Genau das geschieht, wenn die Band den Takt zu einer Akustikversion ihres Folkrock-Klassikers „The Place Where The Rivers Run“ einzählt und 25.000 glückselige Menschen den Boden beben lassen.

Abschiedsgeschenk

In dem gut dreistündigen Konzertprogramm gibt es keinen Leerlauf, Hits folgen auf Fan-Favoriten, Traditionals auf Perlen aus den Archiven des umfangreichen Runrig-Songkataloges. Ein paar besondere Gäste sorgen zusätzlich für Gänsehautmomente. Dave Towers beflügelt den Folk-Pop von „Onar“ mit seinem Saxofon, Laura McGhee deckt die gälischen Wurzeln der Band mit ihrer Fiddle in „Proterra“ noch ein bisschen deutlicher auf. Ein spezieller Höhepunkt ist die kurze Rückkehr des ursprünglichen Runrig-Sängers Donnie Munro, der umringt vom Glasgow Islay Choir zwei Lieder in gälischer Sprache zelebriert.

Nur noch übertroffen durch den majestätischen Auftritt von Julie Fowlis, die in ihrem Duett von „Somewhere“ zusammen mit Bruce Guthro den Abend auf das nächste spirituelle Level  führt . Zu „Going Home“ löst sich, fast wie choreographiert, ein Schwarm von Gänsen aus dem Bühnenhintergrund und fliegt in die dunkle Nacht Richtung Schloss.  Spätestens in diesem Moment brechen alle Dämme.

Kurz bevor es in den Zugaben-Block geht und die längst feierlich beleuchtete Stirling Castle Zeugin des Konzert-Endspurts wird, greift Gary Innes für „Clash Of The Ash“ zum Akkordeon. Und dann ist es soweit: nach einem stimmgewaltigen „Loch Lomond“, singt die Band zusammen mit ihren Fans die wahrlich sentimentale a cappella-Version von „Hearts Of Golden Glory“ , ein weiterer Song , der alles  in sich vereint, was die Band über 45 Karrierejahre ausgemacht hat.  Aus den Pubs auf Skye, über U2 und Genesis Support Shows, den legendären Events am Loch Lomond und Loch Ness, bis hin zu einer ausverkauften Abschiedstournee.

Ein Feuerwerk über der Burg taucht den Himmel über Stirling in Lichterglanz und Runrig, die Band, ist Geschichte. Das Dokument „The Last Dance - Farewell Concert“ wird bleiben - ein würdiges Abschiedsgeschenk für die Ewigkeit .

Runrigs letztes Live-Album „The Last Dance – Farewell Concert“ ist ab dem 16. August 2019 als Bluray, 2DVD, 2CD, limitiertes 3CD-Digipak, limitierte Collector’s Edition (2DVDs, 3CDs & nummerierter Print im edlen Coffeetable-Book), Digital Version und Stream erhältlich.


Fotocredit: Andrew King                                                                                              


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