Party.San Open Air 2019
  • Party.San Open Air 2019
  • 25 Jahre PARTY.SAN METAL OPEN AIR, das ist schon etwas ganz Besonderes bzw. eine beachtliche Leistung von ein paar Freunden aus dem Weimarer Umland, die einst beschlossen, ihren Geburtstag einmal etwas größer und mit Live-Musik zu feiern. Über die Jahre haben Jarne, Mieze und Boy mit dem PARTY.SAN METAL OPEN AIR das wohl wichtigste und einflussreichste Extrem-Metal Open Air auf deutschem Boden etabliert, dass darüber hinaus auch zu den bedeutendsten seiner Art in Europa gehört und dessen Ruf bis in die gesamte Welt hinaus strahlt, so dass es heute Fans von Grindcore, Death- und Black Metal, Crustcore und Thrash Metal von allen Kontinenten nach Thüringen zieht.
    Neben einer engangierten und einzigartigen Crew, die im letzten Vierteljahrhundert im Kern erhalten geblieben ist, bestimmt das PARTY.SAN für mich persönlich seit 1999 den Jahresablauf zu einem maßgeblichen Anteil mit. Der Start fiel für mich in Tiefengruben, auf dem das Festival seinerzeit noch einen Gartenparty-Charakter hatte. Es folgten viele schöne Jahre auf dem Segelflugplatz in Bad Berka, wo ich das Festival wachsen sehen durfte, nicht nur an der Veranstaltungsstätte, sondern auch im beschaulichen Kurort, in dem sich eine leidenschaftliche Bevölkerung Jahr für Jahr darum kümmerte, den besonderen Kurgästen ihre Intensiv-Kur so angenehm wie möglich zu gestalten. 2005 war ich dann zum ersten Mal als Vertreter der schreibenden Zunft auf dem PARTY.SAN METAL OPEN AIR, was die Sicht auf mein liebstes Festival zunehmend erweiterte. Es ist und war mitunter wie mit dem besten Freund, mit dem man besonders hart ins Gericht geht, weil man eben eine so ein enge Bindung hat. Es folgten feuchtfröhliche Jahre aber auch diverse unschöne, vor allem aber schlammige Eskapaden, die schließlich zum Umzug in die nordthüringische Provinz führten, wo sich die Veranstalter auf einem neuen Gelände erst neu (er-)finden mussten. Lediglich im Jahr 2011 musste ich schmerzhafter Weise berufsbedingt aussetzen, was mir seinerzeit bei der Premiere in Schlotheim mit einem Hammer-Billing viel abverlangt hat. Wo wir gerade beim Thema Line-Up und Booking sind. Die Macher des Festivals haben vor allem bei den Bands immer ein glückliches Händchen bewiesen. Neben Szene-Größen (mitunter welche die sich andernorts rar machten und machen) und manch längst verblichenem Genre-Vertreter hat man vor allem das Gespür für die qualitativ hochwertigen Bands an der Basis über all die Jahre nie verloren und darüber hinaus das Billing immer wieder mit  Formationen bereichert, die man auf einem solch´ musikalisch extrem ausgelegten Event im Normalfall nicht erwarten darf, geschweige denn dass diese dann auch funktionieren bzw. angenommen werden. Eine Entwicklung, die zunächst mit dem Frühschoppen, später mit der Underground-Zeltbühne forciert wurde.
    Wie Jarne jüngst im Interview auf dem Youtube-Kanal Party.San Metal TV zu Protokoll gab, merkt man den Jungs bzw. dem Festival an, dass es sich hier um eine mit und an Herzblut und Leidenschaft für Musik gewachsene Veranstaltung handelt, die eben nach wie vor im Wesentlichen von musikbegeisterten Fans aufgezogen wird und nicht von Betriebswirtschaftlern und Marketingstrategen aus dem Boden gestampft wurde. Auch mit der 25. Auflage hat das Open Air - mag es auch von der Organisation, der Logistik und den Strukturen erwachsen geworden sein - nichts aber auch gar nichts von seiner Authenzität verloren. Es geht um die Musik, ums Philosophieren, Diskutieren, ums Feiern und Tanzen von und zu Live-Acts mit Haut und Haaren. Es geht um das Verehren von musikalischen Idolen, das nerdige Anbeten von Musik, den Konsum von Tonträgern und sonstigem Tandt der mit Musik zu tun hat. Nicht zuletzt ist das PARTY.SAN METAL OPEN AIR für viele Besucher - mich eingeschlossen - eine Art Wohnzimmer, in das man jedes Jahr zu einer musikalischen Familienfeier heimkehrt. Kurz, das PARTY.SAN ist der Genuss von purem Heavy Metal in all seinen Facetten, vornehmlich schwarz und doch farbenfroh...
Underground Remains (Open Air) Pt. Vll - Festivalbericht
  • Underground Remains (Open Air) Pt. Vll - Festivalbericht
  • Das verflixte siebte Jahr oder wie ein Open Air zur Indoor-Veranstaltung wurde.
     
    Unter keinem guten Stern stand in diesem Jahr die siebente Auflage des UNDERGROUND REMAINS OPEN AIR im südniedersächsischen Göttingen. Das Festival, welches all die Jahre eine etablierte Heimstatt in Kooperation mit dem Haus der Kulturen im Stadtteil Grone hatte, sah sich knapp zwei Wochen vor dem Termin mit nicht umsetzbaren Auflagen der Stadtverwaltung Göttingen konfrontiert, die die Akteure zu einem organisatorischen Kraftakt herausforderten. Da sich auf die Schnelle kein adäquates Freiluft-Gelände als Alternative anbot, betrieb man mit Hilfe und Unterstützung des Kulturausschusses des Studentenwerkes Schadensbegrenzung und verlegte die Veranstaltung kurzerhand in die Zentralmensa der Göttinger Universität, die dem einen oder anderen schon von den "Full Metal Mensa"-Veranstaltungen ein Begriff sein dürfte. Nun mag es durchaus Veranstaltungsorte mit mehr Flair und Atmosphäre geben aber man kann nur vor allen beteiligten Akteuren den Hut ziehen, die (ganz sicher mit dem Rücken zur Wand) alles dafür getan haben, dass das UROA nicht nur 2019 stattfinden konnte, sondern darüber hinaus als Festival erhalten bleibt. 2020 dann hoffentlich wieder unter freiem Himmel.
Krisiun - Scourge Of The Enthroned

Krisiun - Scourge Of The Enthroned

  • Ende der 90er Jahre: Der alterwürdige Flohzirkus hatte geladen und KRISIUN gerade ihr zweites Album "Apocalyptic Revelation" draußen. Was für ein Abriss – und damit meine ich nicht nur fliegende Gläser von Personen aus dem Umfeld unseres kleinen Familienmagazins (Namen sind der Redaktion bekannt).

KRISIUN - Scourge Of The Enthroned

KRISIUN - Scourge Of The Enthroned

  • Drei Jahren nach dem -für meine Begriffe- mäßigen Album “Forge in Fury“, kehren die Vorzeige-Death-Metal-Brasilianer mit einem brachialen Werk zurück.
In Flammen Open Air 2017
  • In Flammen Open Air 2017
  • Die Historie des IN FLAMMEN OPEN AIR´s reicht zurück bis ins Jahr 2004. Und in den vergangenen Jahren hat sich das Festival durch die stetig hochkarätigen wie abwechslungsreichen Besetzungen einen herausragenden Ruf in der Szene erworben, der Veranstalter Thomas Richter und seinem Team vorauseilt und sich somit in den Fokus der Metalheads, die eine gemütliche Atmosphäre in einem überschaubaren Rahmen abseits von Massenabfertigungen und Volksfest-Umgebung vorziehen.

    Genre-Größen stehen hier mehr oder weniger gleichwertig neben hoffnungsvollen Newcomer-Formationen aber auch Insider-Tipps, die man nicht unbedingt auf dem Radar hat. Obwohl die stilistische Ausrichtung überwiegend Anhänger von Death-, Black-, Thrash Metal und Grindcore anspricht, ist man mit Scheuklappen auf diesem Festival fehl am Platze. Denn gute Musik ist keine Frage des Stils und so wurde das Billing nicht nur in der Vergangenheit immer wieder durch vermeintliche Irrläufer musikalisch bereichert. Beispielhaft hierfür stehen die (ost-)deutschen Heavy Metal - Urgesteine Macbeth, die italienische Powermetal-Institution Skanners oder die deutsche Drone-Hoffnung The Great Cold. Nicht alltäglich ist auch die Kulisse des Festivals. So liegt das idyllische Gelände eingebettet in Wiesen-, Wald- und Heidelandschaften in unmittelbarer Umgebung zum Naturschutzgebiet Großer Teich, das vielfältige und artenreiche Lebensraumstrukturen bietet und u. a. wichtiges Brut- und Rückzugsgebiet für Vögel aber auch Biberhabitat ist. Das heutige Ausflugslokal bzw. das nebenerwerblich betriebene landwirtschaftliche Gut des Entenfangs kann auf eine rund fünfhundertjährige, bewegte Geschichte zurück blicken. Diese Umgebung verleiht dieser Veranstaltung einen sehr besonderen Charakter und der Chef-Organisator nimmt den Mund durchaus nicht zu voll, wenn man den Info-Text auf der Homepage des Festivals zitiert:

    "METAL IST FREIHEIT. Kommt zum IN FLAMMEN Open Air und lasst euch überraschen. Wer unser Gelände, gelegen zwischen Wiesen, Wäldern und der unter Bäumen stehenden Hauptbühne zum ersten Mal betritt, wird fühlen, dass „METAL ist Freiheit & No Commerce“ nicht nur Phrasendrescherei bedeutet. Wir erschaffen mit euch eine andere, neue Art Metal Festival!" Sowohl das Speisen- und Getränkeangebot sind überschaubar aber von guter Qualität und kommen aus der Region, die Preise angemessen und durchaus günstig. Ebenso verhält es sich mit dem Angebot beim Merch.

     

    Es gibt die bereits im Zitat erwähnte Hauptbühne sowie eine kleinere Zeltbühne, die abwechselnd bespielt werden. Der Clou ist jedoch, dass es zwischen Camping- und Bühnenbereich keinerlei Barrieren und auch keinen großen Backstage- oder VIP-Bereich gibt. Wenn man dann noch die liebevoll entlang der Auffahrt und auf dem Gelände drapierten, handgezimmerten und bemalten Holzkreuze sieht, dann begreift man, mit wieviel Hingabe diese Veranstaltung auf die Beine gestellt wird. Die Atmosphäre der Umgebung sowie die Leidenschaft und das Herzblut, mit dem hier alle bei der Sache sind überträgt sich einfach auf das anwesende Publikum, wie das Wochenende zeigen wird. Ich habe jedenfalls nur selten Veranstaltungen in dieser Größenordnung erlebt, bei denen es allerseits so entspannt und gelassen zugegangen ist. Wenn es ein Pendant zum "Sanften Tourismus" in der Festival-Landschaft geben würde, das IN FLAMMEN OPEN AIR ist in vielen Belangen sehr nah dran an entsprechenden Idealen...

Krisiun - Forged In Fury

Krisiun - Forged In Fury

  • Für die brasilianischen Härtner KRISIUN stehen 2015 gleich zwei Jubiläen an: 25 Jahre gibt es diese Band mittlerweile und vor 20 Jahren erschien das Debüt "Black Force Domain".  

25.05.07 Hellraiser Open-Air 2007 Mark Schönstedt/Wurzen bei Leipzig

  • Ja wie der Zufall manchmal so spielt. Vielleicht hätte ich nie von diesem Festival erfahren, aber Thorsten seine Schwester studiert in Leipzig und so fand der Flyer den Weg in meine Hände. Und bei dem Aufgebot gab es keine Frage daß ich fahre.

Krisiun - AssassiNation

Krisiun - AssassiNation

  • Eins vorweg: Wenn eine Band den Erfolg verdient hat dann sind dies mit Sicherheit die drei Knüppelfetischisten von Krisiun.
    Als eine Kellercombo im brasilianischen Underground begonnen steht man heute an der Spitze der Death-Metal Fraktion.

Krisiun - Bloodshed

Krisiun - Bloodshed

  • Krisiun genießen seit Jahren Kultstatus unter den Fans des Highspeed Death Metal und das zu Recht. Wie erst als Support von Morbid Angel deutlich wurde, haben die drei ihre Instrumente trotz aller Geschwindigkeit im Griff.

Krisiun - Ageless Venomous

Krisiun - Ageless Venomous

  • JAAAAAH!!!! So und nicht anders! Ist das ein Hammer! Ich hätt’s ja nicht gedacht, aber schlussendlich sind Krisiun wirklich gut geworden. Alle spielerischen Mängel sind behoben, und gleichzeitig wurde das Gaspedal noch etwas weiter nach unten gedrückt.