Ad Nauseam - Nihil Quam Vacuitas Ordinatum Est

CD Reviews, Ad Nauseam - Nihil Quam Vacuitas Ordinatum Est

Eines muss man dem italienischen Quartett lassen, weder der lateinische Bandname AD NAUSEAM, was übersetzt so etwas heißt wie zur oder für die Seekrankheit, noch der Albumtitel "Nihil Quam Vacuitas Ordinatum est" (Außer der Leere ist nichts geordnet/ hat nichts eine Ordnung) hätten den death-metallischen Sound besser treffen.

Denn in technisch überaus anspruchsvoller Manier schroten AD NAUSEAM darauf los, dass einem tatsächlich schwindelig wird. Dieser Effekt wird dann auch noch dadurch massiv verstärkt, dass man glaubt, die Songs hätten keine klar erkennbare Struktur. Aber das ist natürlich ein gewollter Eindruck, wird doch so das Zerstörerische, das Wahnsinnige, das Infernale in besonderer Weise betont.

Dem Hörer wird demgemäß einiges abverlangt. Halt geben eigentlich nur die düsteren Growls, während einen die eruptiven Riffs, die peitschenden Drums, die atonalen und dissonanten Passagen und die strukturelle Unberechenbarkeit mit in den höllischen Strudelschlund krachiger Brutalität ziehen.

Verlangsamte, leidend-quietschende Partien sorgen für kleinere Verschnaufpausen und ein überaus hohes Maß an Düsternis, allerdings nur so lange, bis der noisigen, tösenden Todesmetalwalze der Befehl zum Hochgeschwindigkeitsplattmachen gegeben wird ('Into The Void Eye'). Hinzu kommt, dass AD NAUSEAM auch sporadische experimentelle Einflüsse in ihren Sound einfließen lassen, finden sich doch mitunter auch minimale Passagen mit klassischer Violine oder Klavier in den Songs.

So gelingt es den vier Italienern tatsächlich, dem technischen Death Metal ihren eigenen Stempel aufzudrücken, indem sie in brutalsten, düstersten und kräftigsten Gefilden dem Sound tatsächlich einen starken Hauch höllischer Hymnik, eherner Eingängigkeit und stählender Melodik abzugewinnen vermögen ('Lost In The Antiverse').

Fazit: AD NAUSEAM zelebrieren auf ihrem Debüt technischen Death Metal der brutalsten und zugleich anspruchsvollsten Sorte, der durch das vermeintlich ungeordnete und chaotische Zusammenspiel lärmenden Krachs zu einem einzigartigen Hörerlebnis führt, das sich die Anhänger von GORGUTS, ULCERATE, HATE ETERNAL, DEATHSPELL OMEGA oder HUMAN REMAINS und alle anderen Freunde der Krachforschung nicht entgehen lassen sollten.

Line Up

Andrea P. - guitar and vocals
Matteo G. - guitar and backing vocals
Andrea S. - drums
Matteo B. - bass

Tracklist

01. My Buried Dream
02. Key To Timeless Laws
03. La Maision Diev
04. Into The Void Eye
05. Terror Haze
06. Lost In The Antiverse
07. The Black Veil Of Original Flaw
08. Superimposing Mere Will And Sheer Need