Axxis – Kingdom of the Night II – White Edition

CD Reviews, Axxis – Kingdom of the Night II – White Edition

„Kingdom of the Night“ gehörte zu den ersten Tapes, das neben METALLICAs „…and justice for all“, RUNNING WILDs “Death or Glory”, MSGs “Save Yourself” und TANKARDs “Hair of the Dog” in meine Heavy Rotation gelangte und damit – anfangs sehr zum Unbehagen meiner Eltern – das Feuer einer bis heute andauernden Liebe entfachte.

Zusammen mit AXXIS kann ich dieser Tage auf 25 Jahre Hardrock und Heavy Metal zurückschauen. Und wer mir schon mal bei einem meiner Umzüge attestieren durfte, der weiß, dass sich in diesen 25 Jahren eine ganze Wagenladung Tonträger angesammelt hat. Da muss eine Scheibe schon besonders gut sein, damit man sich ihrer immer wieder gerne erinnert und damit sie immer wieder den Weg zurück in den CD-Player findet. „Kingdom of the Night“ ist eine solche Scheibe und Songs wie „Living in a world“, „Kingdom of the Night“, „Kings Made of Steel“, “Just one night” oder “Love is like an ocean” gehören auch nach all den Jahren zu meinen Favs.

Hinter dem weißen Cover der “White Edition” sollen sich nun die ruhigeren, rockigeren Songs des Jubiläumsalbums verbergen. Und im Gegensatz zur „Black Edition“ entfacht dieser Teil des „Doppel-Albums“ auch umgehend wieder das alte Feuer in mir. Dies liegt zum einen an den gelungenen musikalischen Reminiszenzen (z.B. „Living in a dream“) an den 89er Namenspaten, aber auch an den eingängigen Melodien (z.B. „Hall of fame“). Mit „21 Crosses“ wird eindrücklich an die Opfer der Love-Parade gedacht, mit Songs wie „My Eyes“ werde ich dann aber auch schon bald wieder an erfreulichere Dinge erinnert, z.B. an das „The Big Thrill“ Album. Auch die „White Edition“ greift die musikalische Vielfalt der vergangenen 25 Jahre auf, so werden in „Dance Into Life“ beispielsweise auch irische Elemente verbraten, die durchaus an GARY MOORE, THIN LIZZY oder DOMAIN erinnern. Mit „Marry married a monster (Hers)“ wird zudem eine Brücke zur „Black Edition“ geschlagen.

Müsste ich mich zwischen den beiden Jubiläumsalben entscheiden, so würde meine Wahl auf die „White Edition“ fallen, da dieses Album für meinen Geschmack die eingängigeren Songs enthält und stärker als die „Black Edition“ den Geist des 89er Debüts verbreitet. Doch Gott sei Dank muss sich kein Fan zwischen den Alben entscheiden und AXXIS haben mit der Entscheidung alle Songs auf unterschiedlichen Alben zu präsentieren alles richtig gemacht. Und auch wenn man versucht hat die Songs nach Härtegrad zu separieren, so muss man doch sagen, dass sie Band dies glücklicherweise nicht konsequent durchgehalten hat. So enthält die „Black Edition“ durchaus auch getragene Momente, während die „White Edition“ mit „Temple of Rock“, „Dance into Life“ oder „Hall of fame“ auch durchaus kernige Rocker an Bord hat. Jetzt müsste sich die Band nur mal wieder in unsere Breitengrade verirren und alles wäre gut.

Mit der „White Edition“ haben AXXIS nach 25 Jahren einen würdigen Spagat zwischen ihrer Vergangenheit und ihrer Gegenwart hingelegt. Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag und hoffen wir, dass die Herren auch weiterhin so flexibel bleiben wie in der Vergangenheit.

Line Up

Bernhard Weiß (vocals)

Harry Oellers (keyboards)

Marco Wriedt (guitar)

Rob Schomaker (bass)

Dirk Brand (drums)

Tracklist

White Edition

1. Hall of fame 3:38

2. Heaven in Paradise 3:54

3. Living in a dream 4:19

4. 21 Crosses 5:07

5. My eyes 3:42

6. Dance into life 4:15

7. Mary married a monster (hers) 4:05

8. We are the world 3:18

9. Take me far away 3:16

10. Gone with the wind 3:18

11. Temple of Rock 4:00

Tags

Axxis

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.