Blind Mess - The Good, The Bad & The Dead

CD Reviews, Blind Mess - The Good, The Bad & The Dead

Vor einem guten Jahr nahm sich Kollege Lison das selbstbetitele Debüt der Bayern zur Brust und fand viele wohlwollende Worte: „rotzige Kompromisslosigkeit“, „ungestüme Ursprünglichkeit“, „schnörkellose Direktheit“, „frische Dynamik und ein Mehr an mitreißender Eingängigkeit“. Was damals galt trifft auch heute noch zu.
Mit „The Good, The Bad & The Dead“ sind BLIND MESS ihrer Prämisse keinem stilistischen Gott zu huldigen treu geblieben: So treffen in den neun Songs des Zweitwerks wieder die Welten des Stoner Rock und des MOTÖRHEAD Rock’N’Roll aufeinander. Knarzende Gitarren und Vocals á la Pepper Keenan (C.O.C.) meets Aske Kristiansen (HELHORSE) charakterisieren etwa die erste Hälfte der Scheibe, bevor es mit „Ironing The Sky“ in Richtung MOTÖRHEAD, ENGRAINED oder THE BLACK CHAMBER 69 geht. Das Trio tritt stärker auf’s Gaspedal und wird hörbar rotziger. Während es dann mit „The Enemy“ wieder spacig-sludgiger wird, mischt man in „The next Empire“ einfach beide Stilrichtungen. Schließlich gibt es  mit „Lights Out“ sogar noch eine Ballade als Rausschmeißer.
Ich bin grundsätzlich kein besonders großer Fan des knarrenden Sludge-Gitarrensounds und somit gefallen mir BLIND MESS immer dann am besten, wenn der schnoddrige Straßenrock das Zepter übernimmt. Doch auch mit Songs wie „I’m in a Hole“ liefern die Bayern ordentlich ab und unterstreichen die vom Kollegen Lison herausgestellten Attribute des Debüts.
BLIND MESS stecken sich auch auf „The Good, The Bad & The Dead“ ihre eigenen musikalischen Grenzen und pendeln gekonnt zwischen druckvollem Sludge-Stoner-Rock und dreckigem Straßenköter R’N’R hin und her. Hörenswert.

Line Up

Oskar
Martin
Daniel
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