UNREQVITED - Mosaic II: la déteste et la détresse

CD Reviews, UNREQVITED - Mosaic II: la déteste et la détresse

UNREQVITED ist ein Soloprojekt des kanadischen Künstlers 鬼, der zeitgleich mit der Sylvaine-Split “Time Without End” auf Prophecy Productions debutiert. UNREQVITED steht in der Tradition arrivierter Prophecy-Künstler und Aushängeschilder wie Alcest, Finnr´s Cane, Lantôs oder auch Nhor.
“Mosaic ll:...” ist der zweite Teil eines Konzept-Doppelalbums, auf dem 鬼 gegensätzliche emotionale Zustände mit verschiedenen musikalischen Stilmitteln vertont. Dabei ist Teil ll der düstere, dunkle und metallischere Zwilling, der jedoch nur in einer Special-Edition als Artbook im Kontext beider Alben auf Prophecy veröffentlicht wird. Angst, Verzweiflung und Grimm sind Emotionen und Themen die “Mosaic ll: ...” beherschen. Dabei fußt der Gesamtsound auf einem Post Rock- und -Metal Gerüst Blackgaze-Einflüssen. Klassische Songstrukturen sucht man weitgehend vergeblich, selbst der heiserne und erschütternde Black Metal – Gesang von fast schon suizidalem Charakter ist ein selten zu vernehmendes Stilmittel. Die Keyboards, die mitunter an atmosphärischen Black Metal – Bombast erinnern, halten sich dezent im Hintergrund, während das Piano progressiv und jazzig rüber kommt und neben den trippigen Elektronika bis hin zu Ambient-Sphärenteppichen weitere Sound-Facetten offenbaren.
“Mosaic ll:...” ist so vielschichtig wie facettenreich, undurchdringlich und demzufolge kein Werk, dass sich im ersten Durchlauf fassen lässt. Es ist fordernd, sperrig und wirkt teilweise überladen und überfrachtet mit Details, so dass es schwer fällt sich in das Album hinein zu finden. Jedoch scheint dies nach dem Konzept des Protagonisten genau so gewollt.

Ich muss zugeben, dass ich nach der “Time Without End”-Split mit Sylvaine nicht viel aber doch mehr von “Mosaic ll:...” erwartet hatte. Viel bleibt leider bei mir nicht hängen. Trotz vieler guter Ansätze, trotz des verwaschenen Sounds und handwerklich guter Arbeit wirkt das Album in der Summe auf mich leider viel zu zerfahren, so dass am Ende nur einmal mehr ein Werk für Genre-Puristen bleibt.

Line Up

Tracklist

1) Nightfall
2) Wasteland
3) Pale
4) Disorder
5) Transience I - The Ambivalent
6) Transience II - The Gentle Void
7) Transience III - The Static

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