Dawn Of Solace - Flames Of Perdition

CD Reviews, Dawn Of Solace - Flames Of Perdition

Es gibt nur wenige Dinge, auf die wirklich Verlass ist, unter anderem, dass Veröffentlichungen von Tuomas Saukkonen mit ungewöhnlicher Regelmäßigkeit das Herz der (Meldodic) Death-Metal-Metal-Freundinnen und Freunde höher schlagen lassen. Man denke nur an die BEFORE THE DAWN oder WOLFHEART Longplayer.

DAWN OF SOLACE ist eindeutig ein etwas ruhigeres, dafür aber umso emotionaleres Projekt, für das auf unklare Vocals verzichtet wird, weil hinter dem Mikrophon Mikko Heikkilä (BLACK SUN AEON, KAUNIS KUOLEMATON) zu finden ist, der es in eindrucksvoller Manier versteht, den Tracks gefühlvolle, leidenschaftliche, bisweilen auch zerbrechliche Melancholie einzuhauchen ('White Noise').

Selbige spielt sich natürlich vor dem Hintergrund düsterer, energiegeladener Rauheit, Unwirtlichkeit und Brachialität ab. Die typischen Saukkonen'sche Riffs, die stets für diese einzigartige kraftvolle Atmosphäre sorgen, erschaffen auch in den DAWN-OF-SOLACE-Songs einen hohen Wiedererkennungswert ('Black Shores'). Gleiches gilt mitunter für die sich langsam aufbauende Spannung, die sich immer wieder in eingängige Riffgewitter, hymnische Refrains oder mitreißend sehnsuchtsvolle Gitarrensoli entläd. Bestens zu hören in dem überaus vielseitigen Stück 'Skyline', das darüber hinaus auch noch durch seine nachdenklichen Passagen, die eine tiefe Intensität verströmen, punkten kann. In 'Erase' wird dann der Schwermut eine gehörige Portion hymnischer Optimismus und hypnotische Martialität abgetrotzt.

Der titelgebende Track 'Flames Of Perdition' besticht durch sein Pendeln zwischen emotionalen Höhen und Tiefen, ;Dying Light' sorgt phasenweise für ein ungeahnt wohliges Befinden. Für all diejenigen, die, aus welchen unerklärlichen und nicht zu entschuldigenden Gründen auch immer, die beiden Vorgängeralben „Waves“ (2020) und „The Darkness“ (2008) noch nicht kennen, gibt es von erstgenanntem Opus eine ruhigere, akustische Live-Studio-Version von dem hitverdächtigen 'Lead Wings', vom letztgenannten eine sehr atmosphärische Interpretation von 'Dead Air'.

Fazit: Tuomas Saukkonen (WOLFHEART, BEFORE THE DAWN) hat zusammen mit Mikko Heikkilä (BLACK SUN AEON, KAUNIS KUOLEMATON) in eindrucksvoller Manier unter Beweis gestellt, dass Dark Rock, der mit Melodic-Death-Metal-Elementen angereichert wird, eine ungeheure hypnotische und unentrinnbare Anziehungskraft zu entwickeln vermag. Denn mehr tiefgründige Melancholie, mehr intensive Wehmut und mehr sehnsuchtsvolle Zerbrechlichkeit als auf dem neuen DAWN Of SOLACE Album „Flames Of Perdition" ist kaum möglich!





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