Deraign - Purity In Violence (EP)

CD Reviews, Deraign - Purity In Violence (EP)

Australien war bisher nicht wirklich bekannt für seinen Thrash Metal. Doch mit dem Debüt von DERAIGN könne sich das jetzt ändern, stehen die vier Australier doch für die kompromiss- und gnadenlose sowie oldschoolige Variante dieses Genres.

Und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass schon im Opener 'Broken Trust' der trashige Sturm orkanartige Ausmaße annimmt, die sich besonders in der rasanten, riffigen Dynamik und in den druckvollen, treibenden Drums äußern. Eine zornige, wütende Angepisstsein-Attitüde wie bei METALLICA in ihren besseren Zeiten. Natürlich gibt es auch die typischen groovigen Breakdowns und einzigartige, kreischende Gitarrensoli. Ähnlich stürmisch geht es auch in 'Shellshocked' zu, nur dass die gröligen, choralen Gesangspartien zu einer kämpferischen "Raise-Your-Fist"-Stimmung führen. Variatio delectat, wie der Lateiner sagt.

'All Is Lost' startet dagegen fast schon balladesk mit einem einleitenden THE-SCORPIONS-artigen Gitarrensolo, ehe die riffige Groove-Armada das Regiment übernimmt und für einen überaus dichten und intensiven Sound sorgt. Da zeigt sich dann die Vielfältigkeit des Genres, das auch heute, vielleicht sogar mehr denn je, seine Relevanz besitzt.

'Pit Of Misery' nimmt dann wieder mehr Fahrt auf und besticht durch seine mitreißende Energie inklusive unvorhergesehener Grooves und der für DERAIGN fast schon nicht wegzudenkenden Soli, ehe der titelgebende Track 'Purity In Violence' mit einer ungeahnten musikalischen Vielfältigkeit mehr als beeindruckt. Denn neben death-metallischer Düsternis gibt es auch ein power-balladiges ruhiges Zwischenspiel, das sich dann in orgiastischer, krachiger Brutalität entlädt. Hammer.

Kurz: Die Australier von DERAIGN legen mit "Purity In Violence" eine EP vor, die für ein gewaltiges Raunen in der Trash-Metal-Szene sorgen sollte, vermag sie doch dem Genre trotz seiner old-schooligen Attitüde durch eine ungemeine Frische, Dynamik und Unbekümmertheit neues Leben einzuhauchen. Nicht nur für die Fans von HAVOC, KREATOR oder WARBRINGER ein absoluter Geheimtipp!

Line Up

Daniel Vine - Vocals and Bass
Steve Lievesley - Lead Guitar
Chris Clarke - Guitar
Chalky Hill - Drums

Tracklist

01. Broken Trust

02. Shellshocked (PTSD)

03. All Is Lost

04. Pit Of Misery

05. Purity In Violence

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