Ektomorf - Aggressor

CD Reviews, Ektomorf - Aggressor

Beständigkeit und Kontinuität, das sind zwei Werte, die in Zeiten des beschleunigten Wandels nichts an ihrem Glanz verloren haben.

EKTOMORF, die ungarischen Groove-Thrasher, gehen genau den Weg des Bewährten, der nur behutsame Korrekturen und Neuerungen an der ein oder anderen Stelle notwendig machte. Und so bekommt der geneigte Hörer genau die Essentials, die er an EKTOMORF so mag, nämlich groovigen Thrash Metal gepaart mit hardcoriger und death-metallischer Brutalität und Emotionalität. Für die Kontinuität verantwortlich zeigt sich unter anderem auch der Produzent Tue Madson, der auch schon bei dem ein oder anderen Meisterwerk der Ungarn Pate gestanden hat.

Eines der Highlights des Albums ist natürlich der Track 'Evil By Nature', für den man niemand Geringeren als George “Corpsegrinder” Fisher gewinnen konnte, seines Zeichens Sänger der legendären CANNIBAL CORPSE. Aber auch die anderen Songs brauchen sich nicht verstecken. Man nehme nur das Groove-Monster 'I' oder den Titeltrack 'Aggressor', der seinem Namen alle Ehre macht und unter Beweis stellt, dass ein tiefgehendes Angepisstsein gerade im Thrash-Bereich eine Grundvoraussetzung für gelungenes und authentisches Songwriting ist.

Und so zeichnet sich dieser Longplayer sowohl durch groovige, nahezu hypnotische Intensität mit düsteren, todesmetallischen Partien ('Holocaust') als auch durch dynamischere Aggression ('Move On') aus. Dabei kommen die Songs trotz anderslautender Verlautbarungen einiger Kritiker überaus vielfältig daher, auch wenn die mitreißende Groovigkeit das nicht zerreißbare, dicke Band darstellt ('You Can't Get More'). In 'Emotionless World' vermeint man zudem eine gezielt eingesetzte, düstere und elektronische Gothic-Metal-Attitüde im Stile der melodischen PARADISE LOST zu vernehmen. Hammer. Angedengeltes Gitarrenintro und Highspeed-Piss-Off zeichnen 'Eastside' aus, wohingegen 'Scars' mit seiner eingängigen Hymnik punkten kann, 'You Lost' in NU-Metal-Gewande sogar Sprechgesang zu bieten hat und 'You Are Not For Me' ein fast schon experimentelles Finale hat. Vergleiche mit SOULFLY sind bisweilen nicht von der Hand zu weisen.

Fazit: Die groovigen Thrasher von EKTOMORF legen mit 'Aggressor' ein weiteres Album vor, das in durchaus gekonnter und vielfältiger Manier der riffigen Grooviness und dem aggressiven Angepisstsein verschiedenste Facetten abzugewinnen vermag, die mal SOULFLYig, mal hardcorig und mal todesmetallisch daherkommen können.

Line Up

Zoltán Farkas (vocals, guitars)
Zsabolcs Murvai (bass)
Tomi Schrottner (guitar)
Robert Jaksa (drums)

Tracklist

01. Intro
02. I
03. Aggressor
04. Holocaust
05. Move On
06. Evil By Nature (feat. George “Corpsegrinder” Fisher)
07. You Can’t Get More
08. Emotionless World
09. Eastside
10. Scars
11. Damned Nation
12. You Lost
13. You’re Not For Me
14. Memento

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