Endseeker - Corrosive Revelation

CD Reviews, Endseeker - Corrosive Revelation

Den Norddeutschen wird ja eine gewisse Gemächlichkeit nachgesagt. Bei ENDSEEKER trifft das weder auf die Musik noch auf das Arbeitstempo zu.

Die Band wurde erst 2014 gründet und erst seit diesem Jahr steht das komplette Line Up. Da ist es wirklich sportlich, dass nun schon das erste Demo erhältlich ist. Ich konnte nicht herausfinden, ob die Jungs schon in anderen Bands aktiv waren, gehe aber davon aus, denn nach Schnellschuss klingt ´Corrosive Revelation´ nicht. Aber keine Angst, die Tracks werden nicht einfach routiniert runtergezockt. Der Hunger einer Erstveröffentlichung ist zu hören, was den Songs eine gewisse Frische verleiht.
Den Norddeutschen wird ja auch nachgesagt, dass sie nicht zu viele Worte verlieren. Das trifft bei ENDSEEKER definitiv zu. Die Hamburger machen keinen Hehl daraus, dass ihr Herz für den schwedischen Death Metal, der Anfang der Neunziger veröffentlicht wurde, schlägt. Das wird bei den ersten Tönen deutlich; dazu hätte es die ENTOMBED Coverversion gar nicht gebraucht. Stilistisch bleibt das Quintett im selbst gesteckten Rahmen. Klar gibt es dafür keinen Innovationspreis, aber um den geht es der Band auch nicht. Es ist unmöglich, die Klassiker dieser Zeit zu erreichen, aber auch das ist nicht das Ziel. Es können nicht alle das Rad neu erfinden, jemand muss es auch 25 Jahre später am Laufen halten. Und das machen ENDSEEKER durchaus gekonnt. Die Hamburger haben gute Riffs am Start und nehmen immer wieder Mal den Fuß vom Gas und klingen zum Teil sogar leicht rockig, aber nicht so wie ENTOMBED ab der ´Wolverine Blues´. Der stärkste Track des Demos ist für mich ´Deployment Of The Aroused´. Zum einen liefert  Lenny an den Vocals hier den besten Job ab, zum anderen schimmert da immer wieder die gelungene Melodie durch, das braucht eine Platte dieser Machart einfach. Dass das abschließende Cover von ENTOMBEDs Debüt nicht aus dem Rahmen fällt, macht deutlich, wie hoch die Qualität der Eigenkompositionen ist.

Wer auf schwedischen Death Metal ohne Experimente steht, bekommt hier genau das, was er liebt. Für mich sind ENDSEEKER stärker als so manche Band mit Deal, die dieser Mucke frönt.

Line Up

Lenny - Vocals
Jury - Gitarre
Ben - Gitarre
Eggert - Bass
Kummer - Drums

Tracklist

1. Corrosive Revelation
2. Attention War
3. Consumed By Desire
4. Deployment Of The Aroused
5. Supposed To Rot (Entombed Cover)

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