Faithful Breath – Skol (Re-Release)

CD Reviews, Faithful Breath – Skol (Re-Release)

Das Crash Magazine attestierte dem insgesamt fünften Album der Bochumer 1987 lediglich Mittelmaß. Davon unbeeindruckt bringen High Roller Records das letzte Studioalbum um Frontmann Heimi nun als Re-Release auf den Markt. Kurze Zeit nach dem Release Ende der 80er Jahre reformierte sich die Truppe als RISK.
Die Wurzeln reichen bis zurück in die 60er Jahre, als einige Bandmitglieder als Beatmusiker erste Erfahrungen sammelten. In den 80er Jahre schwenkte der noch bestehende Kern der Truppe auf harten Rock und Heavy Metal um und kleidete sich zudem in Wikinger-Outfits, um sich von den Leder- und Nieten-Bands optisch abzuheben. Dementsprechend ist dann auch das Cover von „Skol“ ausgefallen. Kult eben.
Der ohnehin gute Sound der Scheibe, welche z.T. in Eigenregie produziert wurde, nachdem beim Vorgänger noch ein gewisser UDO DIRKSCHNEIDER gemeinsam mit Michael Wagner als Produzenten in Erscheinung traten, hat nochmal eine Frischzellenkur erhalten und erfüllt auch heutige Ansprüche. Ein Resultat der Kooperation mit Dirkschneider ist möglicherweise der Song „Rock Rebels“, der deutliche ACCEPT Anspielungen enthält. Das ruhige – wohl auf Stadiontour ausgelegte – „We Want You“ erinnert in den ruhigen Passagen hingegen allein schon wegen Heimis Gesang an spätere RISK. Ansonsten aber eher einer der schwächeren Songs dieser Scheibe, da er einfach endlos vor sich hin leiert. Dennoch würde ich dem Urteil des Crash widersprechen wollen, denn mit dem schmissigen „Start it Up“, dem schnellen und eingängigen „Double Dealer“ sowie dem kraftvollen „Lady M.“ liefert die Truppe auf der A-Seite zeitlose Metalklassiker ab. Aber auch die B-Seite ist nicht schlecht und mit Songs wie „Crazy in Metal“ oder dem schnellen „Backstreet Heroes“ kann man sich durchaus mit damaligen Mitstreitern wie WARLOCK, GRAVE DIGGER, FIFTH ANGEL & Co messen.
FAITHFUL BREATH lieferten mit „Skol” Ende der 80er ein starkes Heavy Metal Album ab, welches leider nicht die Aufmerksamkeit erzielte, die es wohl verdient hatte. Dass es in die Kategorie „unterbewertete Alben“ gehört, zeigt sich daran, dass es mehr als 30 Jahre nach der eigentlichen Veröffentlichung immer noch (oder wieder) sofort zündet und problemlos als Blaupause für die neue Generation klassischer Heavy Metal Bands dienen kann. In diesem Sinne: „Nobody’s gonna stop us now… Join the Rock Rebels!”

Line Up

Bass, Backing Vocals – Peter Dell
Drums, Backing Vocals – Jürgen Düsterloh
Guitar, Backing Vocals – Thilo Herrmann
Guitar, Lead Vocals – Heinrich Mikus

Tracklist

Start It Up     4:09
Double Dealer     3:36
Lady M.     2:28
Rock Rebels     3:49
We Want You     5:09
Inside Out     3:38
Crazy In Metal     4:06
Backstreet Heroes     3:36
Skol         4:42

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