Hyades – The Wolves Are Getting Hungry

CD Reviews, Hyades – The Wolves Are Getting Hungry

HYADES? Noch so eine Band der New Wave of Thrash Metal? Nein, denn HYADES gibt es schon seit dem asugehenden 20. Jahrhundert, auch wenn das Debüt „Abuse Your Illusion“ erst 2005 erschienen ist. Als alter Fan der Band dachte ich auch, dass ich etwas verpasst hätte, aber es ist tatsächlich sechs Jahre her, dass die italienischen Thrasher von HYADES ein Album auf den Markt geschmissen haben.

Und woran erkennt man eigentlich eine amtliche Thrash Metal Scheibe? Habe es gerade herausgefunden. Wenn man zwei Räume weiter gerade noch die Riffs des Albums hört und das Bohren aus der Nachbarwohnung von oben für einen Bestandteil der Songs hält, dann muss die Band etwas richtig gemacht haben. Und HYADES zeigen tatsächlich auch auf ihrem vierten Longplayer, dass sie ihr Handwerk verstehen. Nach dem hervorragenden „The worst is still to come“ und dem ebenfalls gelungenen „The Roots of Thrash“ präsentieren sich Lorenzo & Co noch eine Ecke ausgereifter. Sie sind der alten Schule zu 100% treu geblieben und mischen weiterhin gekonnt solche Einflüsse wie XENTRIX, EVILDEAD, DEATH ANGEL und EXODUS. Anstatt sich einfach nur stumpf durch die 10 Songs zu prügeln setzen die Italiener auf kernige Riffs und eingängige Hooks – das wird schon beim Opener „The Economist“ deutlich. Schon das Einstiegsriff wird das Herz aller EXODUS Fans höher schlagen lassen – besser haben die es auf „Bonded By Blood“ auch nicht gemacht. „The Decay of Humankind“ ist eine Thrash-Dampfwalze im Midtempobereich. Und mit „Heavier Than Shit“ zeigen die Jungs genau worum es ihnen hier geht. „Eight Beers After“ zeigt ganz alte METALLICA Einflüsse und wer nach „Kill Em All“ noch Biere im Kühlschrank hat, der kann mit diesem Song fortfahren. Am Ende fasst das titelgebende „The Wolves Are Getting Hungry“ nochmal alle Stärken der Scheibe zusammen, bevor die Neuauflage von „Hyades“ (ursprünglich auf dem Debüt enthalten) den Thrash Metal Reigen beendet.

HYADES beweisen mit „The Wolves Are Getting Hungry“, dass sie zu Recht all die Jahre durchgehalten haben. Schade, dass ihnen der große Erfolg bislang verwehrt geblieben ist. Verdient hätten sie es auf jeden Fall. Für Thrash Fans ist diese Scheibe auf jeden Fall empfehlenswert.

Thrash Now – Work Later!

Line Up

Marco Colombo (voc)
Lorenzo Testa (guit)
Rob Orlando (bass)
Marco Negonda (guit)
Rodolfo Ridolfi (drums)

Tracklist

01. The Economist
02. Ignorance Is No Excuse
03. The Decay of Humankind
04. The Apostles of War
05. The Great Lie
06. Heavier Than Shit (Hyz IV)
07. Sing This Rhyme
08. Eight Beers After
09. The Wolves Are Getting Hungry
10. Hyades (2015 version)

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