Immensity - The Isolation Splendour

CD Reviews, Immensity - The Isolation Splendour

2009 erblickten IMMENSITY im griechischen Athen das Licht der Welt, um sich voll und ganz dem deathigen Doom Metal hinzugeben. Jetzt, fast sechs Jahre, eine EP und ein Line-up-Wechsel später erscheint nun der erste Longplayer unter dem Titel „The Isolation Splendour“. Dabei ist der Titel durchaus Programm, denn der düsteren Isolation wird in ihrer ganzen Herrlichkeit ein eindrucksvolles Denkmal gesetzt.

Düstere, riffige Härte sorgt nämlich auf der einen Seite für todesmetallische Infernalität, natürlich unterstützt von infernalen Growls, fast ein wenig wie bei MAJESTIC DOWNFALL. Auf der anderen Seite sorgt aber auch melodiöse Doomigkeit für ein hohes Maß an festlicher Schaurigkeit, die mitunter im Stile von MY DYING BRIDE daherkommen. Dieser Eindruck drängt sich vor allem im Bonustrack 'Adornment' auf, und zwar durch seinen Gewitterdonner zu Beginn, durch die funeralen, sphärischen Keyboards und durch die martialisch Gitarren einschließlich der epischen Klargesänge, die dann allerdings kontrastiv auf alternative Sphärik und brutale Grimmigkeit treffen. Eine hochexplosive Mischung!

Als andere Referenzgrößen können zudem KATATONIA, HANGING GARDEN oder auch DRACONIAN ('Irradiance') genannt werden. Denn IMMENSITY reichern ihren Sound durchaus gekonnt mit atmosphärischen, experimentellen und dark-rockigen Elementen an. Insbesondere die sehr gefühlvollen, melancholischen und wehmütigen Klargesangparts gemahnen doch sehr an erstgenannte Ausnahmeband ('Heartfelt Like Dying'). Doch durch die genuin eigene Melange verschiedenster Elemente entsteht ein ganz eigenständiger Sound, der eben keine bloße Kopie bekannter Szenegrößen darstellt.

Festliche Düsternis wird auch beim Titeltrack 'The Isolation Splendour' groß geschrieben, der durch seine hypnotische Sphärik eine ungemeine emotionale Intensität und melancholische Tiefe zu entfalten vermag. Ähnliches gilt für den Song 'The Sullen', der darüber hinaus durch seine hammerharte und zugleich leidenschaftliche Hymnik überzeugen kann, auch wenn die ambientmäßigen, experimentelle Dengelpartien vielleicht nicht jedermanns Sache sind.

Fazit: Die Griechen von IMMENSITY haben mit „The Isolation Splendour“ ein eindrucksvolles deathiges Doom-Album vorlgelegt, das sich gekonnt und eigenständig im Spannungsfeld von KATATONIA, HANGING GARDEN und DRACONIAN bewegt und durch seine hochexplosive Martialität, seine hypnotische Atmosphärik und seine düstere Melodik zu überzeugen weiß.

Line Up

Leonidas Hatzimihalis - Vocals
Andreas Kelekis - Guitars, Synth
Chris Markopoulos - Guitar
George Kritharis - Bass
Yiannis Filippaios - Drums
Chrisa Kourenta - Keyboards, Synth

Tracklist

1 Heartfelt like Dying
2 Irradiance (for the unlight)
3 The Isolation Splendour
4 The Sullen
5 Everlasting Punishment
6 Eradicate (The Pain of Remembrance) [Bonus]
7 Adornment [Bonus]