Katatonia - Live Consternation

CD Reviews, Katatonia - Live Consternation

  • Katatonia - Live Consternation
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  • Erstellt am: Mittwoch, 30 Mai 2007
  • Label: Peaceville
  • V.Ö.: 25 Mai 2007
  • Redakteur: Marc Stoffregen

Bei Live-Alben drängt sich mir immer die Frage nach Notwendigkeit auf. Die Käuferschicht dürfte doch eigentlich eher nur aus eingefleischten Fans der jeweiligen Band bestehen und weniger aus der breiten Masse.

Ich persönlich bevorzuge zwar auch lieber Studioalben, aber es gibt schon eine handvoll Ausnahmen an genial konservierten Live-Auftritten. Sei es drum. Katatonia gehören ja eh zu meinen Liebsten und auch dieses Live-Album gefällt mir außergewöhnlich gut. Die elf erstklassigen Songs orientieren sich erwartungsgemäß in erster Linie an den letzten beiden Studioalben der Band. Von „The Great Cold Distance“ sind hier die Stücke „Leaders“, „Soil´s Song”, “Deliberation” und “July” vertreten. Wünschenswert wäre hier noch mein Favorit von diesem Album, der Song „My Twin“, gewesen. Vom Überfliegeralbum „Viva Emptiness“ performt man hier die Titel „Wealth“, „Ghost Of The Sun“, „Criminals“ und „Evidence“ und auch von der „Tonight´s Decision“ hat man hier die Songs „Right Into The Bliss“ und „Had To (Leave)“ am Start. Zu guter Letzt gibt es als Einsprengsel noch das etwas betagtere Stück „Cold Ways“ vom dritten Album „Discouraged Ones“. Besonders die Live-Versionen der drei älteren Songs, wissen in der hier dargebotenen Art und Weise zu begeistern. Gerade stimmlich tut sich hier einiges im Vergleich zu dem damals von Jonas Renkse noch nicht wirklich ausgereiften Gesang, schwor der Frontmann zu der Zeit noch eher härteren Gesangseinlagen. Besonders das live vorgetragene „Right Into The Bliss“ verursacht Gänsehautfeeling pur. Diskutieren könnte man stundenlang, welche Songs anstatt oder zusätzlich noch enthalten sein hätten müssen. Von meinem Standpunkt aus, einem der die Band vergöttert und wirklich jedes reguläre Studio-Album, jede MCD, jede EP und jede Best Of Scheibe, sprich den kompletten Backkatalog sein Eigen nennt, ein schier unmögliches Unterfangen. Als nette Zugabe, denn so sollte man sie ansehen, gibt es das Ganze auch noch visuell in Form einer DVD, die den Auftritt der Jungs vom letztjährigen Summer Breeze zeigt, dargeboten. Dennoch strahlt Katatonia´s Musik eine unsägliche, betörende Schönheit aus und erzeugt die Bilder dazu im Kopf von ganz alleine, weshalb visuelle Untermalung für zu Hause eigentlich überflüssig gewesen wäre. „Live Consternation“ stellt ganz klar ein weiteres Band-Highlight von vielen dar und dürfte keinen Anhänger der Schweden enttäuschen.

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