Katatonia - Sanctitude

CD Reviews, Katatonia - Sanctitude

Ein Live-Album hat eigentlich nur dann seine Berechtigung, wenn bei dem Konzert eine einzigartige Stimmung herrschte oder die Songs live einzigartige Besonderheiten entfalten. Gilt das auch für "Sanctitude"?

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Von KATATONIA war man im Hinblick auf Progressivität ja schon einiges gewohnt, entwickelten die Schweden ihren Sound doch von todesmetallischen, growligen Anfängen bis in klargesanglichen, progressiven, modernen Metal ständig weiter. Auch wenn das metallische nach und nach seine Dominanz vollkommen einbüßte und das alternative-rockige Element doch immer mehr das Regiment übernahm, war das Unterfangen, alle möglichen Songs der Bandhistorie ihres harten Kerns zu entkleiden, um somit den ungeschützten, weichen und zerbrechlichen Kern sichtbar zu machen, ein Wagnis, das auch auf Widerwillen stoßen konnte.

So konnte ich trotz eines Faibles für niederdrückende Musik im Stile der depressiven Songs von THE CURE mit der "Unplugged-Version" des epischen Longplayers "Dead End Kings" (2012), der unter dem Titel "Dethroned & Uncrowned" im Jahre 2013 herauskam, zunächst so überhaupt nichts anfangen, vor allem vor dem Hintergrund des legendären "Brave-Murder-Day"-Albums und der frühen OCTOBER TIDE Longplayer als KATATONIA-Nebenprojekt. Doch nach und nach reifte die Erkenntnis, dass es vor dem Hintergrund der Bandhistorie und -Entwicklung kein Entweder-Oder, sondern nur ein Sowohl-Als Auch geben kann. Dabei kam der Umstand zur Hilfe, dass es die Schweden höchstpersönlich waren, die die Songs neu arrangierten, um mit ihnen 2014 auf "Unplugged & Reworked"-Tour zu gehen.

Und das sich dieses Unterfangen dann doch mehr als gelohnt hat, stellen die Live-Mitschnitte auf "Sanctitude" unter Beweis, denen es gelingt, die einzigartige Atmosphäre einzufangen, die durch die neuen Arrangements und der ungewohnten, minimalistischen Instrumentalisierung erschaffen wird. Dadurch erhält der Zuhörer ungefiltert die volle Dosis an Melancholie, Traurigkeit und Trübsinnigkeit in Reinform, da selbige sich nicht hinter der schützenden, der Atempause gebenden oder der abmildernden, riffigen, metallischen Härte verstecken können. Dementsprechend entfalten klassische oder auch live kaum bis gar nicht gespielte Tracks wie 'Teargas', 'The Racing Heart', 'Tonight's Music' oder 'Unfurl' eine ungeahnte Wirkung, der man sich nur schwer entziehen kann. Ein besonderer Reiz liegt natürlich auch darin, die alten mit den neuen Versionen zu vergleichen ('The One You Are Looking For Is Not Here').

Fazit: Wenn es ein Live-Album gibt, an dem man so überhaupt nicht vorbei kommt, dann ist es "Sanctitude" von KATATONIA, lassen die Schweden doch durch ihre neu interpretierten, minimalistischen und zumeist bisher auch unveröffentlichten Songs Achlys, in der griechischen Mythologie die Personifikation der nächtlichen Dunkelheit und der tiefen Trauer, wie eine Frohnatur aussehen. Mehr "Beauty of Sadness" geht nicht!

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Line Up

Jonas Renkse - Vocals
Anders Nyström - Guitar
Niklas Sandin - Bass
Tomas Åkvik - Guitar (live)
Daniel Moilanen - Drums (live)

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Tracklist

DISC  1
1. In The White
2. Ambitions
3. Teargas
4. Gone
5. A Darkness Coming
6. One Year From Now
7. The Racing Heart
8. Tonight`s Music
9. Sleeper
10. Undo You
11. Lethean
12. Day
13. Idle Blood
14. Unfurl
15. Omerta
16. Evidence
17. The One You Are Looking For Is Not Here
 
DISC 2
Concert Film (80 mins)
Documentary `Beyond The Chapel` (66 mins)

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