Opeth - The Roundhouse Tapes

CD Reviews, Opeth - The Roundhouse Tapes

  • Opeth - The Roundhouse Tapes
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  • Erstellt am: Montag, 17 Dezember 2007
  • Label: Peaceville
  • V.Ö.: 02 November 2007
  • Redakteur: Marc Stoffregen

Was muss man noch großartig Worte über eine der besten Bands des Planeten verlieren? Eigentlich keine.

Kaum eine andere Band vermochte es seit Beginn ihrer Schaffensphase auf stets überirdisch hohem Niveau, ein Meisterwerk nach dem anderen zu veröffentlichen und mit verzückenden Klängen, die nicht dieser Welt entsprungen scheinen, die geneigte Hörerschaft zu verzaubern. So bringen die schwedischen Death-Progger dieser Tage ihr erstes Live Album, aufgenommen bei einem Gig in London, heraus. Wurde ja auch Zeit. Zu hören gibt es auf zwei Silberlingen insgesamt neun Titel auf die Ohren. Außer „Deliverance“ wurde jedes Album mit einem Songbeitrag bedacht, was ja schließlich nicht alltäglich ist, neigen doch die meisten Bands dazu auf Tour, primär ihr aktuelles Album zu promoten, weshalb so manche Perle leider im Verborgenen bleibt. Nicht so Opeth, aber wen verwundert das bei dieser Ausnahmeband. Eigentlich Nonsens, die Setlist zu erwähnen, denn man hätte ja im eigenen Fundus beliebig auswählen können, etwas falsch machen hätte man bei dem vorhandenen Liedgut eh nicht gekonnt. Sei es drum. Auf CD 1 finden sich die Stücke „When“, „Ghost Of Perdition“, „Under The Weeping Moon“, „Bleak“, „Face Of Melinda“ und “Night And The Silent Water”. Auf dem zweiten Rundling gehts dann weiter mit “Windowpane”, “Blackwater Park” und abschließen tut man letztendlich mit “Demon Of The Fall”. Erwähnenswert ist die Bombensoundqualität dieses Live-Albums, welches in dieser Kategorie seines Gleichen sucht. „The Roundhouse Tapes“ ist bezüglich Produktions- und Klangstatus wirklich die absolute Referenz. Nie zuvor habe ich einen derart kraftvollen und glasklaren Sound bei einem Konzertmitschnitt gehört. Auch die Atmosphäre eines Live Gigs wird perfekt eingefangen. Das Publikum macht gut mit bei den Songs und auch Frontmann Mikael Akerfeldt trägt mit seinen launigen Ansagen zu dem Gesamtbild eines mehr als nur gelungenen Konzertes bei. An einer Stelle gesteht er sogar augenzwinkernd, dass der Songtext zu „Under The Weeping“ völliger Black Metal-Schwachsinn ist. Entgegen gesetzt verhält es sich mit der Musik Opeth’, welche nämlich schon zu „Orchid“-Zeiten Maßstäbe setzen konnte. „The Roundhouse Tapes“ unterstreicht einmal wieder nur den Perfektionismus, den die Schweden konstant an den Tag legen und durch sein stimmiges Gesamtbild ist dieser Output für jeden Opeth-Jünger ein absolutes Muss. Ob Groß, ob Klein, ob Männlein oder Weiblein, dieses Live-Album gehört unter jeden Weihnachtsbaum.

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