ophis - Effigies Of Desolation

CD Reviews, ophis - Effigies Of Desolation

Ehrlicher, niederschmetternder und nihilistischer Doom Metal mit Death Metal Einschlägen jenseits des Mainstream und des Kommerzes

Dass aus Hamburg nicht nur unerträglicher Metalcore kommt, ist eine sehr gute Nachricht. Für die Eingeweihten von uns ist es aber auch keine Überraschung, denn die Funeral Doom und Death Metaller von OPHIS erfreuen uns mit ihren Veröffentlichungen schon seit über zehn Jahren. Die ersten beiden bisher nicht mehr erhältlichen Veröffentlichungen „Nostrae Mortis Signaculum“ (2004) und „Stream of Misery“ (2007) erscheinen nun als 2-CD-Digipack unter dem Titel „Effigies of Desolation“ bei Cyclone Empire Records. Darüber hinaus bekommt man neben den beiden Alben die exclusiven Artworks, Anmerkungen und fünf exclusive Bonus-Tracks geboten, darunter ein bisher unveröffentlichtes Demo der „Wintered Shades“ Sessions (2010) sowie Live-Aufnahmen und eine alternative Probeaufnahme.

Da stellt sich natürlich die Frage, warum ich mir „Effigies of Desolation“ kaufen soll. Als eingefleischter Fan ist es natürlich ein absolutes Muss, zum einen wegen der Bonus-Tracks, zum anderen dann, wenn man nicht zu dem erlauchten Kreis derjenigen gehört, die diese beiden Frühwerke schon ihr Eigen nennen können.

Aber auch als Debütant hat diese Kompilation durchaus ihren Reiz, bringt sie einen doch mit ehrlichen gut gemachten Doom und Funeral Metal in Kontakt, der durch seine melodische Düsternis das mit dem Albumtitel propagierte Abbild der Trostlosigkeit bestens zum Ausdruck bringt. Stücke epischen Ausmaßes um die zehn Minuten Länge sind keine Seltenheit und dokumentieren bei 'Dolor Nil Finis' zum Beispiel gekonnt umgesetzt den nicht enden wollenden Schmerz, bei 'Black Wish' am Ende sogar vermeintlich einen Hauch von musikalischem Optimismus (Stream of Misery).

Die Tracks von „Zeichen unseres Todes“ („Nostrae Mortis Signaculum“) versprühen zudem einen äußerst ursprünglichen, archaischen Charme. Sehr überzeugend: 'Kennel of Estrangement'.

Line Up

Nils (drums) / Martin (guitar) / Phil (vocals & guitar) / Olly (bass)

Tracklist

TRACKLIST:
CD1:
‘Stream Of Misery‘
01. Godforsaken
02. Beneath Sardonic Skies
03. Dead Inside
04. Pazuzu
05. Dolor Nil Finis
06. Black Wish
07. Thy Flesh Consumed

CD2:
‘Nostrae Mortis Signaculum‘ MCD + Bonus
01 - Funeral (album version)
02 - Kennel Of Estrangement (album vers...
03 - Convert To Nihilism (album version)
04 - Nostrae Mortis Signaculum (album v...
Bonustracks:
05 - Pazuzu (live)
06 - Convert To Nihilism (live)
07 - The Halls Of Sorrow (demo version)
08 - Suffering Is A Virtue (demo version)
09 - Caressing The Dead (rehearsal)

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