Ragnarok - Psychopathology

CD Reviews, Ragnarok - Psychopathology

Obwohl das Black Metal-Geschwader RAGNAROK schon seit über zwanzig Jahren aktiv ist und in regelmäßiger Gleichmäßigkeit neue Alben raushaut, sind sie doch meist unter dem kommerziellen Radar geblieben und haben nie den Bekanntheitsgrad ihrer norwegischen Kollegen wie SATYRICON oder MAYHEM erreicht.

Auch das Besetzungskarussell hat sich in der Zeit häufiger gedreht, als es der Band lieb sein konnte, und stand auch bei der Herstellung des neuen Albums „Psychopathology“ nicht still: Gründungsmitglied und bisheriger Schlagzeuger Jontho  ist zum ersten Mal ans Mikrofon gewechselt, dafür ist Drummer Malignant von DAUDEN zur Band gestoßen und DezeptiCunt gibt mit diesem Album seinen Abschied an der Bassgitarre.

Nicht die besten Voraussetzungen, um den Nachfolger von „Malediction“ einzuprügeln, und so ließ man sich auch vier Jahre Zeit dafür.
Auf der anderen Seite waren RAGANROK auch nie bekannt dafür, Freunde der leisen und subtilen Zwischentöne zu sein, so dass alle aufgestaute Aggressivität perfekt in die Aufnahmesessions einfließen konnte.

Das aus elf Stücken bestehende achte Studioalbum „Psychopathology“ macht somit auch keine Gefangenen. Der Neu-Drummer bekommt fast keine Verschnaufpause und hat eine Double-Bass-Attacke nach der anderen in die Trommelfelle. Alle Stücke sind kompakt und gehen voll auf die Zwölf. Lediglich kurze Zwischen-Breaks, die in ihrer Groove-Intensität an SATYRICON oder BEHEMOTH erinnern, mit denen sie auch kürzlich ein paar Gigs gezockt haben, dienen zum Atem holen („Infernal Majesty“).

Jontho macht seinen Job am Mikrofon gut, bleibt in seinem Stimmvolumen jedoch beschränkt auf recht tiefes Gegrowle. Gerne hätte ich da etwas mehr Abwechslung gehört und auch die Leadgitarre ertrinkt des Öfteren mal im Blast-Gewitter, bevor sich die interessant wirkenden Melodielinien entfalten können („Heretic“). So bekommt der Black Metal norwegischer Prägung eine death-metallische Schlagseite, auch wenn bei einigen Songs („Into the Abyss“, „Lies“) das Tempo noch einmal angezogen wird.

Wer Abwechslung und Feingeist erwartet, ist hier falsch. Wem BEHEMOTH zu soft sind und wer auch sonst seinen Kopf gerne während des Schleudergangs in die Waschmaschine steckt, der wird hier bestens bedient!

Line Up

Jonth-  Gesang

Bolverk - Gitarre

Malignant - Schlagzeug

DezeptiCunt - Bass

Tracklist

1. Dominance & Submission     
2. I Hate     
3. Psychopathology     
4. My Creator     
5. Infernal Majesty       
6. Heretic      
7. Into the Abyss       
8. The Eighth of the Seven Plagues      
9. Lies      
10. Blood      
11. Where Dreams Come to Die

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