Slaughterday - Ancient Death Triumph

CD Reviews, Slaughterday - Ancient Death Triumph

Und schon wieder Ostfriesland. Kurz nachdem TEMPLE OF DREAD ein bärenstarkes old school Death Metal Album abgeliefert haben, kommen SLAUGHTERDAY mit ihrem dritten, nicht minder gelungenem Langeisen um die Ecke.
Die Jungs machen es mir wirklich nicht leicht. Das ist als Kompliment gemeint. Was soll ich noch schreiben, das in der ersten vier Reviews nicht steht? Inzwischen ist auch die beeindruckende Konstanz in der Qualität beschrieben.
Also für alle, denen diese Kapelle unerklärlicher Weise bisher durchgerutscht ist: SLAUGHTERDAY spielen old school Death Metal der in der Regel im Midtempo gezockt wird. Vielleicht kommt daher und wegen der Tatsache, dass sie sich nach einem AUTOPSY Song benannt haben oft der Vergleich mit Chris Reifert und Co. Der greift zu kurz. Denn weiterhin haben SLAUGHTERDAY herausragende Gitarrenmelodien, die bei der düsteren Grundstimmung immer wieder einen Silberstreif an den akustischen Horizont malen. Dabei sind sie aber nie wirklich nett oder zu gut gelaunt. Genau diese Gratwanderung bekommen nur wenige Bands hin. Aber keine Angst, auch tonnenschwere Riffs finden sich zur genüge auf ´Ancient Death Triumph´. Parts oder Tracks wie ´Malformed Assimilation´ zeigen die räudige Seite des Duos. Da kratzen die Beiden schon am Crust. Dann und wann schimmert wie bei ´Discarnate Forces´ etwas Thrash im Riffing durch.
Auch Sänger und Drummer Bernd liefert mal wieder eine exzellente Vorstellung. Die Vocals scheinen aus der Tiefe seiner Eingeweide zu kommen und sind dafür gut verständlich. Und das Drumming ist weiterhin effektiv und auf den Punkt. Humorlos werden die Tracks nach vorne getrieben.
Eine Neuigkeit bietet das Album dann doch noch: Wenn der tiefe Sound und die Growl nicht wären, könnte der Beginn mit dezentem Keyboardeinsatz als klassischer Doom durchgehen. Nach einem flotteren Part geht es dann in eine fast Stadionrock taugliche Passage mit „we will rock you“ Rhythmus, ehe das Tempo wieder gedrosselt wird. Das klingt sicher komisch wenn man es liest, klingt aber überzeugend wenn man es hört.
Jörg Uken hat der Platte in seinem Soundlodge Studio genau den Sound verpasst, den so ein Release braucht. Wenn man ein Haar in der Suppe finden will ist es nur bei der Optik zu finden. Ich fand die bisherigen Cover besser und auch das alte Logo konnte mich mehr überzeugen. Aber das ändert nichts an der absoluten Kaufempfehlung.
 
SLAUGHTERDAY liefern wieder ein Meisterwerk in Sachen urwüchsiger Death Metal mit Finessen ab. Sollen andere Frickel- und Geschwindigkeitsrekorde aufstellen. Die Wucht von Alben wie ´Ancient Death Triumph´ erreichen Sie nicht.

Line Up

Jens Finger – Guitar, Bass
Bernd Reiners – Drums, Vocals

Tracklist

1. Decarnation
2. Ancient Death Triumph
3. Expulsed from Decay
4. Impenitent Agony
5. Spawn of the Incubus
6. Apocalyptic Dreams
7. Malformed Assimilation
8. Discarnate Forces
9. Thumb Hang

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