The River - Vessels Into White Tides

CD Reviews, The River - Vessels Into White Tides

Willkommen in der doomigen Jahreszeit. Wenn das Düstere und Dunkle das Regiment übernimmt, kann man sich dieser einzigartigen Stimmung durchaus bedingungslos hingeben, doch ein hoffnungsvoll funkelndes Licht am Ende des Tunnels ist vor diesem Hintergrund auch nicht schlecht.
THE RIVER aus dem Vereinigten Königreich scheinen zu diesem Zweck schweren, schwermütigen Doom mit phasenweiser pittoresker, filigraner, hoffnungsvoller Melancholie zu kombinieren.

Und so finden sich auf dem mittlerweile dritten Longplayer „Vessels Into The White Tide“ fünf Songs, die ein einzigartiges emotionales Wechselbad der Gefühle bieten und zugleich einzigartige Soundlandschaften zu erschaffen vermögen. Ein besonderes Etwas ist dabei die Stimme von Sängerin Jenny Newton, die einen sofort in ihren Bann zieht und gekonnt verschiedenste Stimmungen zum Ausdruck bringen kann. Explosiv ist auch die musikalische Mischung, da das doomige Element mitunter doch sehr am Alternative Rock im wahrsten Sinne des Wortes langschrammelt und mich somit ein wenig an die frühen YO LA TENGO erinnert hat. Aber so bewahrt sich der Sound eine wirklich ungeahnte Ursprünglichkeit und Ehrlichkeit.

Bestens zu beobachten in dem Track 'Passing', der zudem noch mit verschiedensten Wendungen aufwarten kann und somit wie im richtigen Leben ein Auf und Ab der Gefühle bietet. Hier trifft zarte Zerbrechlichkeit auf unbändige Kraft. In 'Tides' nimmt das Atmosphärische fast unendliche Ausmaße an, es entwickelt hypnotischen Charakter, kreiert eine wahrhaftige Schwerelosigkeit und somit eine überaus friedliche Stimmung. Da könnten dann auch SIGUR ROS Pate gestanden haben. Hammer. Mit dem Opener 'Vessels' wird der angedoomten Wehmut ein Denkmal gesetzt, wohingegen sich der Track  'Into White' überzeugend im Spannungsfeld von frohgemuter Melancholie, düsterer Traurigkeit und belastenden Leiden bewegt. 'Open' ist hingegen ein ruhiges, akustisches Kleinod mit gefühlvollen Streichern.

Fazit: THE RIVER vermögen es auf ihrem dritten Longplayer „Vessels Into White Tides“ in überaus gekonnter Art und Weise, facettenreiche Soundlandschaften zu erschaffen, die sich im Spannungsfeld von doomiger Schwere und hoffnungsvoller Sehnsucht bewegen. An der Schnittstelle von Doom (Metal) und atmosphärischen Alternative Rock bekommt man somit ein wahres Wechselbad der Gefühle geboten, das trotz aller Schwermut, Niedergeschlagenheit und Melancholie doch in friedliche, hoffnungsvolle Versöhnlichkeit mündet.

Line Up

Jenny Newton –Guitars, Vocals, Strings, Percussion.  Christian Leitch –Guitars, Percussion.  Stephen Morrissey –Bass.  Jason Ludwig –Drums

Tracklist

01. Vessels
02. Into White
03. Open
04. Passing
05. Tides

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