Wombbath – Downfall Rising

CD Reviews, Wombbath – Downfall Rising

Sie sind wieder da. Nach 22 Jahre Todesschlaf sind die Underground-Größen von WOMBBATH wieder da, um dem schwedischen Death-Metal-Gott mit ihrem neuen Opus „Downfall Rising“ ein angemessenes und würdiges Opfer darzubringen.

Dementsprechend kommen die fünf Schweden mit ihren bisher griffigsten und brutalsten Riffs inklusive übelst düsterer Leadgittarrenlines daher. Dass die Position hinter den Drums vor diesem Hintergrund Schwerstarbeit bedeutet, versteht sich von selbst. Ebenso die gekonnten Growls und der mitunter scheddrig-analog klingende Old-School-Sound.

Wenn auch viele Musikredakteure dem Irrglauben unterliegen, dass sich jede Band mit jedem neuen Album neu erfinden und ihren Sound weiterentwickeln sollten, sie also einem unumschränkten Fortschrittsgedanken huldigen, so bleibt doch festzuhalten, dass die ganz großen Alben der noch größeren Bands gerade nicht durch die Innovationen zu Klassikern geworden sind, sondern einfach dadurch, dass sie den Zuhörer durch virtuoses Händeln der Genre-Elemente einfach in ihren Bann ziehen.

Das gelingt auch WOMBBATH, unter anderem durch ein hohes Maß an riffiger Eingängigkeit gepaart mit der typischen death-metallischen Düsternis, die sich auch schon einmal in einem nur scheinbar kakophonen Solo äußern kann, löst es sich doch vielmehr organisch in diabolische Melodik auf. So unter anderem in dem Song 'Putrid And Bound (By The Seed Of Satan)'. Hammermäßig. Richtig geschrotet wird in 'Paid In Blood', wobei sich das Geschrote mitunter eine Umwandlung in geniale Grooves erfährt und die Stimmung mitunter phasenweise auch ins Schwarzmetallische abdriftet. Ganz anders geartet, aber nicht minder höllisch, ist der ruhigere und sphärische Rausschmeißer 'Abondoned Furthermore', was vor allem den beerdigungsorgelmäßigen Keyboards geschuldet ist.

Wenn man hingegen einem Laien erklären müsste, wie typischer schwedischer Death Metal klingt, dann sind 'Under Apokalypsens Svarta Vingar' oder das dynamischere und groovigere 'Underneath The Rotten Soil' mit Sicherheit eine gute Wahl. Gleiches gilt für den melodischen Schädelspalter 'I Am The Abyss' und dem mitreißenden 'Fall Of the Weak'.

Fazit: Wer am ersten Tag nach den Ferien schon wieder urlaubsreif ist, der sollte nicht in die Ferne schweifen, sondern seiner Seele eine reinigende, befreiende Katharsis in Form dieses undergroundigen schwedischen Todesmetals gönnen! Es muss nicht immer BLOODBATH sein!

Line Up

Guitar - Håkan Stuvemark
Vocals/Bass - Jonny Pettersson
Guitar - Al Riglin
Drums - Henrik Åberg
Bass - Johan Momqvit

Tracklist

01. Intro
02. Under Apokalypsens Svarta Vingar
03. Underneath The Rotten Soil
04. I Am The Abyss
05. Fall Of The Weak
06. Putrid And Bound (By The Seed Of Satan)
07. Paid In Blood
08. Abandoned Furthermore

 

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