Ein gefallener Engel scheint nicht genug, mit "In The Name Of…" bricht gleich ein Inferno von 21 dieser grimmen Geschöpfe über uns herein. Die Songanzahl wurde allerdings künstlich auf 21 hochgeschraubt, in Wahrheit holzt man sich in gut 30 Minuten durch "nur" 18 Tracks. Die haben es aber in sich.
Getreu dem alten Napalm Death- Motto "In der Kürze liegt die Würze" kommen 21 Lucifers ohne große Umschweife auf den Punkt. Die Band wütet unbarmherzig los und haut dem Zuhörer die grobe Death Metal Kelle um die Ohren, überwiegend schnell, hart und brachial. Mit "Despair" platziert man an 9. Stelle geschickt eine kurze Verschnaufpause. Doch mit "Kill Or Blood" wird schnell wieder links geblinkt und auf die Überholspur gewechselt. Wegen des heiseren Gesangs, der immer wieder mit tiefen Growls vermengt wird, erinnert mich die Truppe manchmal an die großartigen Sacramentum (falls die noch jemand kennt). Und da die Songs trotz aller Geschwindigkeit recht variabel gehalten sind, kehrt keine Langeweile ein. Vielmehr muss man "In The Name Of…" als gelungenes Extrem Metal- Werk einstufen.