Neues Album nach zwei Jahren. Der Umzug von Alaska nach Portland scheint gut getan zu haben. Rest Inside The Flames ist ein tolles Metalcore Stück, das abwechselt wie Licht und Schatten. 12 Songs in 40 Minuten.
Die Band schafft einen sehr guten Spagat zwischen Emo-Parts, die oft in die poppig-melancholische Seitenstraße biegen, und den durchgedrehten Brüll- und Moshattacken. Für mich zeigt sich das Potential der Band wirklich erst in den melodiöseren Stücken: Super arangiert, eine gesunde Portion Akkustik, dazu klasse Gesangslinien. Kaum ein Sänger aus der Metalcore-Szene ist so charismatisch wie Brock Lindow. Knackpunkt der Platte ist leider seine Beliebigkeit. Gerade die Moshparts wirken auf mich mittlerweile abgedroschen und werden dem Talent der Band nicht mehr unbedingt gerecht. Klar, dass eine bischen Genreklischee immer dazugehört und im Circle Pit will ja immernoch getanzt sein. Aber genauso wirken die Songs dann auch. Dass es auch anders geht und dass die Band dann auch Mut zeigt, spiegelt sich in dem komplett akkustischen Stück "The City Ignites" wieder. Unterm Strich aber ein gelungenes Werk und mein persönlicher Punktabzug ändert nichts daran, dass 36 Crazyfists in der obersten Liga kicken.