Es ist schon irgendwie komisch, wenn man in der Entstehungsphase eines Albums immer wieder Bruchstücke der Songs zu hören bekommt und dann nach einem halben Jahr das Endprodukt als CD im Ganzen auf dem Tisch liegen hat und dann eine Kritik darüber schreiben soll, vor allen Dingen wenn man die Band au
ch noch privat gut kennt. Dieses geht mir im Fall von A Traitor Like Judas aus Braunschweig so, die ihr neues Album "Endtimes" auf den Markt werfen und ich empfinde es als ein wahres Meisterwerk. In komplett neuer Besetzung wird nach einem gelungenem kurzen Intro direkt mit "At World's End" direkt losgeballert. Vom Hauptgroove geht es in einen Breakdown-Part, der gekonnt mit einer Gitarrenmelodie unterlegt wird. Beim vierten Track "Mirror Image" wird auch gekonnt zwischen Uptempo und Two Step gegroovt. Im Vergleich zu dem alten Material der Band klingen die neuen Sachen für meine Ohren einfach frischer. Bei der gesamten Gitarren- und Drumarbeit merkt man, dass sich der Line Up-Wechsel besonders gut bemerkbar macht und auch der Gesang klingt wesentlich eingängiger als bei älteren Traitor-Werken. Da die Band immer schon sehr tourfreudig war, haben sie jetzt mit geiler Platte, neuem Label und Vertrieb sowie einer starken Booking-Agentur die besten Möglichkeiten in die nächste Liga aufzusteigen. Es wäre der Band zu wünschen, sie im nächsten Jahr auf Touren wie "Hell on Earth" bzw. Festivals wie "With Full Force" sehen zu können. Mit "Endtimes" sollte sich auf jeden Fall eine Menge bewegen lassen. Für alle Leute, die auf Metalcore/Hardcore stehen, ist es eine Pflicht, wenigstens mal reinzuhören. Weiter so!