Was Anfang der 80iger als Punk Band begann, entwickelte sich zu einer der besten Thrash Metal Kapellen des Vereinigten Königreichs. Doch ähnlich wie die Mitstreiter von Xentrix, Onslaught oder Re-Animator brachte man es nie zu mehr als Kultstatus unter Eingeweihten.
Nach "The Ultimate Desecration" war dann 1989 erstmal Schluss und es dauerte 15 Jahre, bis sich die Band mit einer Livescheibe wieder zurückmeldete.
Mit "Scorced Earth Policy" lassen die vier Briten das Herz eines jeden Thrash Metal Jüngers höher schlagen. Das Songwriting und die Produktion sind rauh, griffig und zu einem gewissen Grade oldschool, so dass man sich in die Hochzeit des Bay Area Thrash zurückversetzt fühlt - für altbackene Riffs ist allerdings kein Platz.
Neben Simon E. Cobbs gelungenen Vocals (die stellenweise an M.O.D.s Billy Milano erinnern), überzeugt vor allem das abwechslungsreiche Songwriting, da die Band geschickt Geschwindigkeit und druckvolle Parts mischt, so dass man nicht nur stumpfen Knüppelphasen ausgesetzt wird.
Einer meiner absoluten Favs ist "Burning of the Southern Cross". Und wer sagt denn eigentlich, dass Thrash Metal nicht eingängig sein darf? Neben den Punk/Hardcore Wurzeln kommen auch immer wieder an Slayer erinnernde Elemente in den Songs zum Vorschein.
Da beißt die Maus keinen Faden ab: in Sachen Thrash Metal ist "Scorched Earth Policy" das Highlight des Jahres und für meinen Geschmack gelingt es den Briten die Konkurrenz aus der Bay Area (z.B. in Form der aktuellen Exodus Scheibe) hinter sich zu lassen. Hammer!