Da will mir alle Welt klar machen, dass so eine Zeitmaschine ein hockkomplexes Gebilde ist und dann kommen Centurions Ghost und beweisen, dass man sie in den CD Player legen kann. Die Briten klingen herrlich düster und mysteriös wie seinerzeit Venom oder Celtic Frost.
Das Tempo ist in der Regel gedrosselt, die Songs fließen wie aus der Hölle ausgespuckte und nun langsam erkaltende Lava auf den Hörer zu. Die raue, aber differenzierte Produktion passt wie der besagte Arsch auf den Eimer. Zu den Doom Leckerbissen gibt es noch herrliche Intros und Akustikstücke, die den Charme der 80er Jahre versprühen. In Zeiten von Geschwindigkeitsrekorden und glatt gebügelten Bombastprodukten ist ´A Sign Of Things to Come´ ein herausragend pures und atmosphärisches Album. Und auch nach einigen Durchläufen unterschreibe ich den LP Titel sofort und hoffe stark, dass da noch was nachkommt. Eine Tour wäre ja mal ein Anfang.