Auf dem Promofoto sehen die vier Schweden aus wie die netten Jungs von nebenan. Ein klassischer Fall von Wolf im Schafspelz. Denn was Crowpath dem Hörer 30 Minuten lang auf die Ohren dreschen, ist vom allerheftigsten Kaliber. Melodien, Soli und Akkustikparts hatten im Studio Hausverbot.
In den 13 Songs gibt es noisigen Grindcore der verstörenden Art. ´Red On Chrome´ zeigt deutlich, dass die Grenzen des Grindcore noch nicht ausgeschöpft sind, und es geht nicht nur um Geschwindigkeit. Die Songs verbreiten Chaos ohne so zu klingen, als wären sie bewusst darauf getrimmt. Sehr angenehm ist auch, dass sich die Jungs nicht des Gore Klischees bedienen. Das haben sie aber auch nicht nötig, verbreiten sie doch musikalisch mehr Schrecken als die meisten Horrorstreifen. Etwas aus der Reihe fällt der eher schleppende Titeltrack, der mich deshalb aber nicht weniger begeistert. Endlich mal wieder eine Platte, die aufwühlt. Sicher keine leichte, aber höllisch intensive Kost. Hoffentlich folgt dieser Scheibe eine Tour!