Fast wäre uns da doch eine echte Perle durchs Netz gegangen (danke an die Kollegen vom Rock Hard, deren Artikel mich aufhorchen ließ), und zwar die bisher beste Hardrock-Scheiblette des Jahres.
Gut, die neue Airbourne ist auch noch nicht draußen, doch die konzentrieren sich auch eher darauf, den übermächtigen AC/DC nach zu eifern. Dead Lord hingegen versuchen sich an einer anderen auch nicht gerade unbedeutenden Vorlage: Thin Lizzy. Nicht nur, dass das leicht abgehackte Riffing an die Iren erinnert, sogar das übergroße Melodiegespür hat man mit den (vermeintlichen) Vorbildern gemeinsam. Von grandiosen Gitarren-Leads veredelte Songs wie "Hank", "Onkalo" oder "Because Of Spite" gehen sofort ins Ohr. Sänger Hakim Krim ist technisch vielleicht nicht unbedingt eine Leuchte, verfügt aber über eine ungemein charismatische Stimme.
Viele werden sich mittlerweile ob der enormen Anzahl neuer, schwedischer Old-School-Hardrock Bands abwenden. Für mich gehören Dead Lord neben Ghost und Witchcraft zum Besten, was diese Musik in letzter Zeit zu bieten hat. Auf jeden Fall brauch "Goodbye Repentance" den Vergleich mit den stärksten Lizzy-Werken wie "Jailbreak" keineswegs zu scheuen.