"Do you speak English? Do you like rock music?", sprachen mich zwei Zeitgenossen auf dem Parkplatz eines Supermarkts in Köln Holweide an, beide hielten in den Händen ein paar CD in Pappschubern. Gegen eine freiwillige Spende erhielt man eine CD. Sie seien aus Estland und von der Band DEFRAGE RELOAD und permanent auf Tour. Da ich mit estnischen Kameraden viele Monate im vorderen Orient war, hege ich Sympathie für die Bewohner des Landstrichs am ostwärtigen Rand der Ostsee und gab eine Spende und erhielt eine CD. Mir sagte die Band gar nichts, also bediente ich später erstmal eine Suchmaschine...
... und was man über DEFRAGE RELOAD im Netz findet, beschreibt Unverständnis über die Kaltaquise und Feilbieten der Tonträger. Und die Umsatzsteuerlosigkeit, der Begriff Illegalität wird bedient. Auch wenn sie den Term der Spende verwenden, riecht es ein wenig verdächtig nach Grauzone. Dazu findet man Texte im Internet, die sich über die Sachbeschädigungen durch die Band aufregen. Auch das Lebensmodell permanent auf Tour zu sein, ist gelinde gesagt, crazy. Ob die Kapelle wirklich auftritt, bleibt ein Geheimnis. Müssten dann nicht mehr Spuren im Netz auffindbar sein? Bandumbenennungen von DEFRAGE über ILLUMENIUM über CALIFORNIA CONDOR zu DEFRAGE RELOAD tun ihr übriges.
Auf der anderen Seite - wenn man die Kommentare unter ihren Clips bei YouTube liest - findet die Musik Zuspruch. Und in der Tat, die Musik ist wirklich nicht schlecht, sie haben ein gutes Händchen für Hooklines. Hier und da gibt es ein paar Songs, die an LINKIN PARK erinnern durch gerappte Abschnitte des Backgroundsängers. In den hohen Lagen klingt der Hauptsänger wie Kai Wingenfelder (FURY), man höre sich dazu mal 9 Layers (XIII) an.
Was es mit den in Klammern gestellten XIII auf sich hat bei einigen Liedern, bleibt ein Geheimnis.
Wie geschrieben, die Kompositionen sind wirklich nicht schlecht und auch abwechselungsreich. Zu komprimiert ist jedoch der Mix ausgefallen, Höhen und Bässe sind überbetont, das Schlagzeug verstärkt den Eindruck noch. Da hätte man mehr Transparenz schaffen können, die Frequenzüberlagerungen sind kontraproduktiv für den Gesamtklang.
Sieht man von den "mysteriösen" Geschichten um die Band ab, bezeichne ich das Album als gut.
"It's not about the Money. It's all for Rock'n'Roll!", heißt es im Song Revelation One, vielleicht trifft es am besten den Sachverhalt um die Band.
Auf der anderen Seite - wenn man die Kommentare unter ihren Clips bei YouTube liest - findet die Musik Zuspruch. Und in der Tat, die Musik ist wirklich nicht schlecht, sie haben ein gutes Händchen für Hooklines. Hier und da gibt es ein paar Songs, die an LINKIN PARK erinnern durch gerappte Abschnitte des Backgroundsängers. In den hohen Lagen klingt der Hauptsänger wie Kai Wingenfelder (FURY), man höre sich dazu mal 9 Layers (XIII) an.
Was es mit den in Klammern gestellten XIII auf sich hat bei einigen Liedern, bleibt ein Geheimnis.
Wie geschrieben, die Kompositionen sind wirklich nicht schlecht und auch abwechselungsreich. Zu komprimiert ist jedoch der Mix ausgefallen, Höhen und Bässe sind überbetont, das Schlagzeug verstärkt den Eindruck noch. Da hätte man mehr Transparenz schaffen können, die Frequenzüberlagerungen sind kontraproduktiv für den Gesamtklang.
Sieht man von den "mysteriösen" Geschichten um die Band ab, bezeichne ich das Album als gut.
"It's not about the Money. It's all for Rock'n'Roll!", heißt es im Song Revelation One, vielleicht trifft es am besten den Sachverhalt um die Band.