Eigentlich führt so ein Dilirium Tremens ja zu Gedächtnisverlusten; unter solchen scheint die Band allerdings nicht zu leiden. Die Jungs wissen genau wie Thrash am Ende der 80er klang und sie schaffen es - gute 15 Jahre später - diesen Sound wieder aufleben zu lassen.
Während Kreator und andere Helden dieser Zeit inzwischen klinisch sauber produzierte Alben abliefern, rappelt es auf ´Thrashing Warthogs´ noch mächtig im Karton. Musikalisch bedienen sich Delirium Tremens ungeniert bei Stilelementen von Ruhrpott bis Bay Area. Und bei ´Balls Of Fire´ wird klar, dass sie wohl auch schon mal von einer Band namens Slayer gehört haben. Sänger Mütze Pieper klingt zum Teil stark nach Zerstörer Schmier, was bedeutet, dass er weiß wie es geht. Von der Mucke über die Texte und die Bandfotos nehmen die Fünf alle Thashmetal Klischees volley, ohne sie zu karikieren. Diese Platte klingt 2005 erfreulich frisch, roh und energiegeladen. Eine sehr kultige Scheibe, die den Hörer nostalgisch stimmt. Schade nur, dass zum Schluss ´Paradise City´ abgekupfert wird. Was live ganz nett sein mag, ist ein unwürdiger Abschluss der Platte.