Es gehört schon ein wenig Chuzpé dazu, sein neues Album nach einer Pink Floyd-Großtat ("The Piper At The Gates Of Dawn") zu benennen. Dabei beackern Doomshine eine ganz andere musikalische Baustelle als die Progressiv-Götter.
Der Name verrät die musikalische Marschrichtung zumindest zum Teil: Eine epische Mixtur aus Doom und Heavy Metal, der Marschrichtung von Candlemass nicht unähnlich. Man hat zwar weder die songschreiberische Klasse zu bieten, noch einen Ausnahmesänger wie Messiah Marcolin oder Robert Lowe in seinen Reihen, dennoch bewegt sich die musikalische Qualität auf "The Piper At The Gates Of Doom" deutlich im oberen Drittel. Vor allem das wunderbare "Doomshine Serenade" zeigt, wie wundervoll diese Musik klingen kann. Und auch das knapp 10-minütige "Godhunter" weiß mit Schwere und Melancholie zu gefallen. So steht unter dem Strich ein wirklich gutes Album, welches keine Begeisterungsstürme auslöst, aber ohne Zweifel zu gefallen weiß.