Wenn man etwas auf sich hält im Musikbusinnes, muss man irgendwann ein selbstbetiteltes Album aufnehemen. Dream Theater haben sich nun entschlossen, Album Numero Zwo nach dem Abgang von Mike Portnoy nur mit dem guten Namen zu versehen.
Vielleicht ist ein Grund dafür, dass sich die Band an diversen Stellen selbst zitiert und damit ihrer Linie zu einhundert Prozent treu bleibt. Da gibt es Songs, die ohne Probleme auch auf dem Überalbum "Images & Words" stehen könnten ("The Looking Glass", "Behind The Veil"). Dann die einfühlsamen, aber nie kitschigen Ohrenschmeichler wie "Along For The Ride", oder das Instrumental, in dem die Band die Vorliebe für Frickelorgien auslebt ("Enigma Machine"). Ansonsten ist das Songwriting bei aller musikalischen Qualität immer nachvollziehbar und auch für Menschen ohne musikalischen Uni-Abschluss nachvollziebar. Selbst das über 20 Minuten lange Opus "Illumination Theory" lässt auch den aufmerksamen Otto-Normal-Hörer mit tollen Melodien und teilweise Soundtrack-artiger Atmosphäre aufhorchen. Über die Leistung der Musiker muss man sich wirklich nicht mehr auslassen - jeder ist für sich ein Meister seines Faches.
Mit "Dream Theater" geben die New Yorker Proggies allen Fans das, was sie sich seit dem Vorgänger "A Dramatic Turn Of Events" gewünscht haben: Dream Theater pur - und davon satte 70 Minuten. Fans wie ich werden sicher nicht enttäuscht sein.