Ich wette, nicht viele Hörer würden Eastern Front nach dem ersten Eindruck als Band von der Insel erkennen. Wenn man sich den Black Metal auf dem Debüt dieser britischen Formation anhört, dann kommen einem Assoziationen wie Marduk oder generell Skandinavien in den Sinn.
Ähnlich wie genannte Nordmänner auf "Panzerdivision Marduk" beschäftigen sich Eastern Front mit dem zweiten Weltkrieg (was auch durch das Cover unterstrichen wird). Musikalisch liefert man mal eben die beste Black Metal Scheibe des bisherigen Jahres ab, was vor allem an der Variabilität der Combo liegt. Zwar kann man wirklich fies nach vorne knüppeln, ist aber schlau genug, die Musik über die gesamte Spielzeit spannend zu halten. Dazu tragen Death Metal Elemente (der Gesang wird immer wieder variiert) ebenso bei, wie Tempowechsel, atmosphärische Einschübe und auch eingestreute melancholische Melodien. Das Songwriting ist wirklich gelungen und sorgt dafür, dass "Blood On Snow" trotz aller Härte gut hörbar geworden ist (Anspieltipp: "Battle Of Smolensk"). Ein tolles Erstwerk!