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Ewigheim - Nachruf

VÖ: 06. Dezember 2013   •   Label  Massacre Records

EWIGHEIM-Chef Yantit hatte es bereits bei der Veröffentlichung des Vorgängers "Bereue Nichts" im vergangenen Jahr angekündigt. Noch einmal acht Jahre sollten nicht bis zum nächsten Album verstreichen. Und so hat der Nikolaus in diesem Jahr neben Blut, Kot, Blumen und Sonnenschein bereits das vierte Album "Nachruf" im Gepäck.

Ausgestattet mit einer - im Vergleich zu "Bereue Nichts" - wärmeren und ausgewogeneren Produktion weichen Yantit, Konstanz und Schwadorf keinen Fuß breit von der bisherigen Marschrichtung ab. "Nachruf" steht klar in der Tradition des bisherigen Schaffens und überzeugt durch straighte, rifflastige, eingängige und tanzbare, atmosphärische Songs, eingestreute Elektrobeats, Walzertakte und Klavierspielereien. Darüber steht der prägende Gesang von Konstanz, der in die Rolle des sympathischen Geschichtenerzählers schlüpft und mit einem Lächeln auf den Lippen vor dem geistigen Auge Bilder von Tod und Verderben malt.

Wiederum präsentieren uns EWIGHEIM morbide-romantische Geschichten über die Tragödie, die sich zwischen Geburt und Tod abspielt und zerschlagen all jenen, die sich selbst und ihre Existenz zu wichtig nehmen, einen Spiegel über dem Schädel. Das Leben ist mitunter heimtückisch, gemein und selten politisch korrekt, mitunter grausam und blutig. Warum also verzweifeln, wenn man den irdischen Leiden auch mit bitterböser Ironie, verächtlichem Zynismus und gehässigem Sarkasmus begegnen kann.

Gleich einem Grabmal stehen EWIGHEIM für sich selbst und solange das Trio noch Lieder wie "Die Augen zu", "Nachruf" oder "Glück im Unglück" zu schreiben vermag, wird man dem dürren Mann noch ein Weilchen standhalten können.

 
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