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GUERILLA TREE - Mountain's View

VÖ: 29. April 2022   •   Label 
Als ich im Bandinfo las, dass die Band Mitglieder aus Leverkusen und Düsseldorf hat, kam mir, weil Leverkusen zum Regierungsbezirk Köln gehört, wegen der Bieranimositäten zwischen Senfglasbier und umtriebig nachschenkenden Köbes, weil das Senfglas für 'nen hohlen Zahn ist, auf der einen Seite und dem Altbier auf der anderen Seite sofort in den Sinn, dass das eine sehr spannende Mischung ist. Quasi die Fortführung von Mick und Keith oder Paul und John im Progressive Metal/Melodic Metal Bereich. GUERILLA TREE klingen auf ihrem Zweitwerk Mountain's View nach dem Debüt Mental Leaps aus dem Jahr 2012 sehr geschlossen und harmonisch.

2010 als Projekt initiiert, entwickelte sich daraus ein Quintett.
Was mir sofort gefiel, auch wenn es ein Vorbild der Band ist: Die Keys sind nicht so penetrant dominant wie bei DREAM THEATER. Dann die Zweistimmigkeit von René Krov und Sascha Trojahn. Schon Misbelief als Albumopener hat mir mit seinen spannenden Harmonien sehr gefallen. Die Stimme Krovs weckte zudem Erinnerungen an die aufgelöste Heidelberger Band THORN.ELEVEN, die mit der Single Simple Things im Jahr 2001 bei Viva+ einiges an Airplay hatte.
Der Schlusssong The Life History Of A Tree ist sehr spannend arrangiert, und wenn man genau hinhört, stellt man noch eine weibliche Stimme fest.
Die 56:40 min Spielzeit für die zehn Lieder wurden sehr gut gefüllt, Längen oder selbstverliebtes Gefrickel gibt es nicht. Es ist alles songdienlich.

Schuld ist aktuell der private Konsum von SEPULTURA und SOULFLY Alben, dass ich als Empfehlung an die Band richte, den Schlagzeugsound und auch Bass organischer klingen zu lassen. Das ist bei den vorher erwähnten Bands vorbildgebend. Was mich beruhigt ist, dass GUERILLA TREEs Drums nicht wie das hohle, sterile Geploppe, was man "gerne" bei anderen Progressive Metal oder Djent Repräsentanten hört, klingen. Aber eine Orientierung an besonders Igor Cavaleras Sound - und jetzt Eloy Casagrandes - würde in meinen Ohren die Band noch lebendiger erklingen lassen. Ebenso wäre dem Bass mehr Frequenzraum am Gesamtsound zuzubilligen. Das würde dem Gesamtbild der Band sehr gut stehen. Keys und Gitarren sind prima.

Wegen Gesangsleistung und Komposition auf dem Album Mountain's View verdienen GUERILLA TREE unstrittig Applaus und Unterstützung.

 
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