Das Kindchen-Schema greift wohl auch bei Death Metal Fans und Labelmanagern. HACKNEYED waren im Schnitt erst 16, als sie ihre erste Platte über Nuclear Blast herausbrachten. Nun werden die Jungs älter und der Vertrag bei Nuclear Blast wurde nicht verlängert.
Das Death-Metal-Robbenbaby schaut für das Megalabel wohl nicht mehr süß genug. Nun, wo für die Band der Alltag beginnt, nehmen Lifeforce die Band unter ihre Fittiche. Musikalisch kann mich der dritte Output von HACKNEYED nur beding begeistern. Sicher gehen die Songs mit ihrer Mischung aus walzendem und grindendem Death Metal in Ordnung und auch die Produktion hat ordentlich Druck. Was dem Album abgeht, ist das Überraschungsmoment. Die Songs klingen oft zu uninspiriert. Das hat die Band in der Vergangenheit besser hinbekommen. Unterm Strich ist ´Carnival Cadavre´ ein grundsolides Death Metal Album; nicht weniger, aber leider auch nicht mehr.